“Aber nicht so”: Spahn übt scharfe Kritik an Corona-Demonstranten

  • In Berlin haben 20.000 Menschen gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert.
  • Die allermeisten von ihnen trugen dabei keine Maske.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist darüber empört.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Demonstrationsrecht unterstrichen, zugleich aber harsche Kritik am Berliner Protestzug gegen staatliche Corona-Beschränkungen geäußert. “Ja, Demonstrationen müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. Aber nicht so”, schrieb der CDU-Politiker am späten Samstagnachmittag auf Twitter.

Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken dienten dem Schutz aller. Die Pandemie sei nur “mit Vernunft, Ausdauer und Teamgeist” zu meistern. “Je verantwortlicher wir alle im Alltag miteinander umgehen, desto mehr Normalität ist trotz Corona möglich”, betonte Spahn.

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20.000 Demonstrierende in Berlin: "Wir sind die zweite Welle"
1:22 min
20.000 Menschen haben am Samstag an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin teilgenommen.  © RND

In Berlin demonstrierten am Samstag Tausende Menschen gegen Corona-Auflagen. Bei einem Demonstrationszug durch die Mitte der Hauptstadt kamen laut Polizei bis zu 17 000 Menschen, bei einer anschließenden Kundgebung ging sie von 20 000 Teilnehmern aus.

Die Demonstranten forderten das Ende aller Auflagen, sie hielten kaum Abstand, viele trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Die Demonstration wurde vom Veranstalter für beendet erklärt, als der Zug sein Ziel nahe des Brandenburger Tores schon erreicht hatte. Die anschließende Kundgebung erklärte die Polizei für beendet, weil Hygieneregeln nicht eingehalten wurden.

RND/dpa

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