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Randale in Berlin-Neukölln – scharfe Kritik von Bezirksbürgermeister

  • In der Nacht zum Samstag waren rund 50 Personen teilweise vermummt und mit Fackeln durch Berlin-Neukölln gezogen und hatten dort randaliert.
  • Neuköllns Bezirksbürgermeister verurteilt dies scharf.
  • Besonders perfide findet er, dass diese Personen den Namen von George Floyd hinterlassen hätten – das schade dem tatsächlichen Protest gegen Rassismus.
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Berlin. Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hat den Krawall von mutmaßlichen Linksextremisten in dem Berliner Bezirk in der Nacht zum Samstag scharf kritisiert. “Für diese sinnlose und zerstörerische Randale kann es kein Verständnis und keine Rechtfertigung geben”, sagte Hikel in einer Mitteilung.

Besonders perfide finde er, dass diese Personen den Namen von George Floyd hinterlassen hätten und damit auf die Proteste Hunderttausender in den USA gegen Rassismus Bezug nehmen. Eingeschlagene Fensterscheiben von Optikern und Supermärkten in Neukölln hätten nichts mit dem wichtigen Protest gegen Rassismus zu tun. “Ganz im Gegenteil: Ein solches Verhalten ist dämlich und unsolidarisch und schadet dem tatsächlichen Protest gegen Rassismus – in Neukölln und überall”, sagte Hikel.

Schaufenster beschädigt, Hauswände beschmiert

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In der Nacht waren laut Polizei rund 50 Personen teilweise vermummt und mit Fackeln durch Neukölln gezogen. Mehrere Schaufenster wurden durch Steinwürfe beschädigt und Hauswände wurden mit Schriftzügen beschmiert, unter anderem mit “GFLOYD”.

Der Afroamerikaner George Floyd war vorige Woche in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gestorben, nachdem ein weißer Polizeibeamter sein Knie minutenlang auf seinen Hals gedrückt hatte.

Nach der Randale hatte die Polizei 20 Personen – 13 Frauen und sieben Männer – kurzzeitig festgesetzt. Ihre Identitäten wurden festgestellt, danach wurden alle wieder entlassen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Etwa 70 Polizisten waren im Einsatz. Die Polizei geht von einem linksextremistischen Hintergrund aus. Sie ermittelt wegen Sachbeschädigung und besonders schweren Landfriedensbruchs.

Staatsschutz: Bekennerschreiben auf einer als linksextrem eingestuften Internetseite

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In der Nacht war auch ein Zusammenhang mit dem gerichtlichen Räumungsbeschluss für das Wohnprojekt “Liebig 34” vermutet worden. Das Projekt gilt als eines der letzten Symbole der linksradikalen Szene in der Stadt. Nach monatelangem Rechtsstreit war am Mittwoch der Räumungsklage des Hausbesitzers stattgegeben worden.

Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz stellte laut Polizei auf einer als linksextrem eingestuften Internetseite ein veröffentlichtes Bekennerschreiben zu den Sachbeschädigungen in Neukölln fest, das als authentisch eingestuft werde. In diesem Zusammenhang bitten die Ermittler um Hinweise zu dem Geschehen. Sie fragen unter anderem, wer in der Nähe des Tatortes Personen gesehen habe, die sich gegebenenfalls umkleideten oder vermummten und wohin und mit welchen Verkehrsmitteln diese geflüchtet seien.

RND/dpa

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