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Attentat auf dem Breitscheidplatz: ein Schmerz, der nicht vergeht

Rosen und Kerzen liegen auf dem Breitscheidplatz am Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016.

Rosen und Kerzen liegen auf dem Breitscheidplatz am Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016.

Berlin. Der Schriftsteller William Faulkner brachte Mitte des vorigen Jahrhunderts einen Satz zu Papier, der leider auch auf das islamistische Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz zutrifft. Er schrieb: „Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.“ Dies gilt mit Blick auf den 19. Dezember 2016 sogar in einem doppelten Sinne.

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Da sind die unmittelbar Betroffenen. Viele Hinterbliebene werden am Sonntag der Getöteten gedenken. Und viele der oft schwer Verwundeten werden schmerzhaft darauf gestoßen, dass sie ihr Leiden einem Terroristen namens Anis Amri zu verdanken haben und damit einem Mann, über den im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern mehrfach gesprochen wurde, ohne dass man ihn stoppte.

Bitter und doch wahr: Dieser Anschlag war vermeidbar.

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Mit weiteren Attacken muss jederzeit gerechnet werden

Das Vergangene ist im Faulkner’schen Sinne aber auch deshalb nicht tot, weil sich derlei jederzeit wiederholen kann. Zwar ist mit komplexen Anschlägen, wie sie sich im vergangenen Jahrzehnt vornehmlich in Frankreich und Belgien ereigneten, derzeit nicht zu rechnen – mit Attacken von bisweilen psychisch gestörten und desintegrierten „Einzeltätern“, die Autos oder Küchenmesser als Waffe einsetzen, aber jederzeit.

Nicht selten bemänteln diese „Einzeltäter“ ihr persönliches Scheitern, in dem sie es mit einer menschenverachtenden islamistischen Ideologie verbrämen und dann brutal zuschlagen. Und nicht immer sind sie so bekannt wie Anis Amri.

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Dass der Rechtsextremismus zuletzt in den Fokus rückte, heißt ja nicht, dass er schlimmer wäre, sondern dass von ihm aktuell die größte Gefahr ausgeht. Wie schlimm der islamistische Terrorismus sein kann, daran wird das Attentat auf dem Breitscheidplatz noch lange erinnern.

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