Berichte: Festsitzende Migranten sollen von Belarus versorgt werden

Polnische Sicherheitskräfte umringen die Migranten, die an der Grenze zu Weißrussland festsitzen (Archivbild).

Polnische Sicherheitskräfte umringen die Migranten, die an der Grenze zu Weißrussland festsitzen (Archivbild).

Warschau. Eine Gruppe von Flüchtlinge sitzt weiterhin an der Grenze zu Belarus fest. Die Gruppe kampiert laut Polens Grenzschutz bereits seit vier Wochen in der Nähe des Dorfes Usnarz Gorny. Es handele sich um etwa 24 bis 30 Menschen, teilten die Grenzschützer am Sonntag auf Twitter mit.

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Die Gruppe werde von den belarussischen Sicherheitskräften laufend mit Waren versorgt. Diese würden die Mobiltelefone der Gruppe auch mit Stromgeneratoren aufladen, hieß es weiter. Dazu posteten die Grenzschützer einen Videoclip, der Männer vor einem Zelt zeigt. Ein Uniformierter bringt der Gruppe etwas. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen, da Polen keine Journalisten und Helfer zu der Gruppe vorlässt.

Das Schicksal dieser Migranten, die von Polen nicht ins Land gelassen wurden, hatte die polnische Öffentlichkeit stark bewegt. Am Donnerstag hatte Präsident Andrzej Duda den Ausnahmezustand an der Grenzregion zu Belarus verhängt. Das EU-Land reagierte damit auf die illegale Einreise vieler Migranten aus dem östlichen Nachbarland.

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Polen beschuldigt Lukaschenko

Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen.

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Auch weitere militärische Unterstützung durch Russland sei möglich, sagte Lukaschenko bei einer Pressekonferenz.

Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik.

RND/dpa

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