Berichte: Biden will an FBI-Chef Christopher Wray festhalten

  • US-Präsident Joe Biden hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge über eine weitere wichtige Personalie entschieden.
  • Demnach soll Christopher Wray weiterhin FBI-Chef bleiben.
  • Er war von Trump ernannt worden.
Anzeige
Anzeige

Washington. Der neue US-Präsident Joe Biden will laut Medienberichten den seit 2017 amtierenden FBI-Chef Christopher Wray im Amt lassen. Zweifel daran waren aufgekommen, nachdem die Sprecherin des Weißen Hauses, Jennifer Psaki, in ihrer ersten Pressekonferenz am Mittwoch eine Frage dazu nicht beantworten wollte. Jetzt berichteten aber die Nachrichtensender CNN und NBC sowie das „Wall Street Journal“, dass Biden an Wray festhalten werde.

FBI-Direktoren werden für zehn Jahre ernannt, ein Präsident kann sie aber austauschen. Donald Trump ernannte Wray als Nachfolger von James Comey, den er im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen gefeuert hatte. Das FBI hatte damals mögliche Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam untersucht.

Wray fiel in Trumps Gunst

Anzeige

Vor allem in den letzten Monaten seiner Amtszeit war Trump allerdings unzufrieden mit Wray, weil er sich weigerte, gegen Trumps Gegner zu ermitteln. Konkret soll Trump Ermittlungen gegen den Sohn des inzwischen gewählten Präsidenten Joe Biden gefordert haben.

Anzeige

Trump hatte vor der Wahl immer wieder behauptet, Hunter Biden sei in korrupte Geschäfte verwickelt gewesen. Auch Wrays Aussagen, wonach das FBI keine Hinweise auf größere Fälle von Wahlbetrug hatte, sollen Trump missfallen haben. Trump hatte bis in die letzten Tage seiner Amtszeit ohne Belege behauptet, dass ihm der Sieg durch massive Wahlfälschung genommen worden sei.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen