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Bericht: Trump-Fans sehen Fake-Video, das ihn bei Amoklauf zeigt

  • Ein amoklaufender Fake-Trump macht in einem Video brutal Jagd auf politische Gegner und Journalisten.
  • Das gewaltverherrlichende Video wurde kürzlich bei einem Treffen von Anhängern des Präsidenten gezeigt.
  • Das Treffen fand in einem Ferienclub Trumps in Miami statt.
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Miami. Anhänger von US-Präsident Donald Trump haben bei einem Treffen in dessen Ferienclub in Miami einem Medienbericht zufolge ein Parodie-Video mit Gewaltakten gegen politische Gegner und Pressevertreter angeschaut. Im Clip erschießt und ersticht ein Killer mit dem eingeblendeten Konterfei Trumps in einer sogenannten Kirche der Fake News bekannte Persönlichkeiten, wie die Zeitung "New York Times" am Sonntag berichtete.

Schüsse auf Politiker und Medien

Zielscheiben im Video sind unter anderem Ex-Präsident Barack Obama, Vertreter der Gruppe Black Lives Matter, die Demokratin Maxine Waters, Bill und Hillary Clinton und der Abgeordnete Adam Schiff, der als Vorsitzender des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus eine Führungsrolle bei den Vorermittlungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump innehat.

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In dem Video versuchen die Trump-Kritiker und Medienleute vor dem Angreifer zu fliehen, kommen aber nicht weit. Der Fake-Trump trifft den verstorbenen Senator John McCain in den Nacken, sticht der TV-Moderatorin Rosie O'Donnell ins Gesicht und setzt den Kopf von Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders in Brand. Auf die Gesichter der Opfer werden Logos von Nachrichtenhäusern wie CNN, BBC, NBC, "The Washington Post" gesetzt.

Trumps Wahlkampf-Logo taucht im Video auf

Gezeigt wurde der Clip vergangene Woche bei der American Priority Conference in Trumps Ferienclub Doral Miami, wie die "New York Times" berichtete. Trump selbst war nicht anwesend. Eventorganisator Alex Phillips sagte dem Blatt, das Video sei im Rahmen einer sogenannten Meme-Ausstellung gespielt worden. Es stehe nicht in offizieller Verbindung zur Konferenz. American Priority lehne jegliche politische Gewalt ab und prüfe die Sache.

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Im Video taucht das Logo von Trumps Wahlkampfkampagne 2020 auf. Deren Sprecher Tim Murtaugh sagte der "Times", dass es nicht vom Wahlkampfteam produziert worden sei. "Und wir dulden Gewalt nicht." Das Weiße Haus wollte sich zunächst nicht äußern.

RND/AP