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Bericht: Strache soll antisemitische Widmung in Buch geschrieben haben

  • Der gefallene frühere FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache plant sein politisches Comeback.
  • Doch nach der Ibiza- und der Spendenaffäre gibt es nun neuen Wirbel um ihn.
  • Er soll eine antisemitische Widmung in ein Buch geschrieben haben - wobei er doch immer beteuerte, kein Antisemit zu sein.
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Wien. Der österreichische Rechtspopulist und frühere Vizekanzler Heinz-Christian Strache soll nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” antisemitische Äußerungen in ein Buch geschrieben haben. In der Widmung, die bereits Anfang der 1990er Jahre entstanden sei, heißt es demnach: “Dieses Buch soll Dir einen Einblick in die jüdisch verworrene und machtlüsterne Gedankenwelt vermitteln. Als politische Elite dieses Landes müssen wir unsere Gegner studieren, ihre wirren Ideen entlarven und diesen entgegentreten.”

Ein von der Zeitung beauftragter Gutachter kam zu dem Schluss, dass dies "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" Straches Handschrift sei. Der 50-Jährige teilte der Zeitung über seinen Anwalt mit, er könne sich weder an das Buch noch an eine solche Widmung erinnern. Auf Facebook fügte er hinzu: "Und die Kampagnisierung aus dem Ausland (Süddeutsche Zeitung) gegen meine Person geht munter weiter."

Strache: Lehne Judenfeindlichkeit ab

Strache behauptet, den Inhalt des antisemitischen Buches nicht zu kennen. Judenfeindlichkeit lehne er "aus tiefer Überzeugung" ab, ließ er über seinen Anwalt wissen. Dem ehemaligen FPÖ-Chef wurde im Lauf seiner Karriere mehrfach eine zeitweilige Nähe zur Neonazi-Szene zugeschrieben.

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Strache soll diese Woche wegen der sogenannten Ibiza-Affäre vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Wien erscheinen. Ein Video aus Ibiza, in dem er anfällig für Korruption wirkt, hatte in Österreich im Vorjahr eine schwere Regierungskrise und Neuwahlen ausgelöst. Strache trat von allen Ämtern zurück. Inzwischen hofft er mit einer neuen Partei auf ein politisches Comeback.

RND/dpa

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