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Bericht: „Querdenker“ bauen ihre Zelte in Berlin wegen „Chaos“ ab

  • Die Behörden hatten in den vergangenen Wochen mehrfach Verbote gegen ein Zeltlager von „Querdenker“-Aktivisten unweit des Berliner Regierungsviertels ausgesprochen.
  • Jetzt gehen die Corona-Gegner wohl freiwillig.
  • Nach Recherchen des Berliner „Tagesspiegel“ liegt der Grund im Chaos in den eigenen Reihen.
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Berlin. Der Organisator eines Protestlagers der Initiative „Querdenken“ im Berliner Tiergarten hat angekündigt, die Zelte der Corona-Gegner freiwillig wieder abzubauen. Das berichtete der Berliner „Tagesspiegel“. Grund sei „einfach Chaos“: Initiator Dirk Scheller hat laut „Tagesspiegel“ online mitgeteilt, dass das Camp keinen politischen Sinn habe.

Die Aktivisten hatten ihre Zelte im August unweit des Berliner Regierungsviertels aufgeschlagen, um gegen die Corona-Politik der Bundesregierung zu protestieren.

Wie der „Tagesspiegel“ schreibt, hatte Initiator Scheller geplant, die Berliner „Querdenker“ in dem Camp im Kampf gegen die Corona-Regeln zu schulen, zum Beispiel mit Tipps für Dienstaufsichtsbeschwerden.

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Vor dem Brandenburger Tor geraten Demonstranten und Polizei aneinander.  © RND

Daraus wurde wohl nichts. „Mit den Leuten, die da sind, erreiche ich sicher nichts, im Gegenteil“, zitiert die Berliner Lokalzeitung Dirk Scheller. Von den verbliebenen 20 Zelten im Tiergarten sei ein Drittel gar nicht mehr bewohnt.

Scheller habe auch „Leute, die das Camp für ihre Zwecke ausnutzen“ erwähnt, es seien „bestimmt auch schon wieder Obdachlose dabei.“

Mögliche Verbindungen zu Rechtsextremen

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Politik und Behörden hatte in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, das Camp zu untersagen. „Querdenken“-Aktivisten hatten in den vergangenen Wochen mehrfach neben Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern gegen die Corona-Politik demonstriert.

Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, sollen auch im Zeltlager Aktivisten mit Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen aufgetaucht sein.

RND/lhen




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