Bericht: Koalition will Rechtsanspruch auf Kurzzeitpflege

  • Nicht selten haben Pflegebedürftige nach einem Krankenhausaufenthalt niemanden, der sie zu Hause versorgen kann.
  • Die Bundesregierung will deshalb kranke Menschen und pflegende Angehörige besser unterstützen.
  • Union und SPD planen einen Rechtsanspruch auf einen Kurzzeitpflegeplatz.
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Berlin. Union und SPD wollen einen Rechtsanspruch auf einen Kurzzeitpflegeplatz einführen. Das geht aus einem gemeinsamen Antragsentwurf hervor, der der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) vorliegt. Bei der Kurzzeitpflege geht es um befristeten Aufenthalt im Pflegeheim, etwa wenn nach einer Behandlung im Krankenhaus niemand da ist, um einen gebrechlichen oder kranken Menschen zu Hause zu versorgen.

Bereits im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien vereinbart, pflegende Angehörige besser zu unterstützen. Neben der Kurzzeit- oder auch Verhinderungspflege wurde auch eine Verbesserung der Tages- und Nachtbetreuung vereinbart, eine Stärkung der Einrichtungen also, die alte und kranke Menschen für einige Stunden aufnehmen.

Laut Statistischem Bundesamt leben in Deutschland mehr als drei Millionen Pflegebedürftige, gut drei Viertel von ihnen zu Hause.

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RND/dpa