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Berg-Karabach-Konflikt: Gefechte halten trotz Waffenruhe an

  • Trotz der erst am Samstag vereinbarten Waffenruhe dauern die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan an.
  • Die Länder werfen sich gegenseitig massiven Beschuss vor.
  • Hunderte Menschen wurden in dem eskalierten Konflikt bisher getötet.
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Baku/Eriwan. Ungeachtet internationaler Appelle zur Einhaltung der neuen Waffenruhe dauern die schweren Gefechte um die Südkaukasusregion Berg-Karabach nach Angaben von Behörden an. Die verfeindeten Nachbarländer Aserbaidschan und Armenien warfen sich am Dienstag gegenseitig massiven Beschuss in der Konfliktregion vor.

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Brüchige Waffenruhe in Berg-Karabach
2:13 min
Keine Ruhe für die Bewohner der Region Berg-Karabach. Die befeindeten Nachbarländer Armenien und Aserbaidschan halten sich nicht an die Waffenruhe.  © Reuters

Die Behörden der nicht anerkannten Republik Berg-Karabach teilten mit, dass es Raketen- und Artilleriefeuer von aserbaidschanischer Seite gebe. Das Verteidigungsministerium in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku wiederum warf Armenien vor, zuerst geschossen zu haben. Betroffen sei unter anderem die Region Terter.

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Zahl getöteter Zivilisten steigt

"Das ist eine absolute Lüge, Aserbaidschan bereitet den Boden für aggressive Handlungen gegen friedliebende Ortschaften vor", sagte eine Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums in Eriwan. Der Gegner sei zum Angriff aus allen Richtungen übergangen, hieß es.

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Lage in Bergkarabach spitzt sich wieder zu
1:39 min
Eigentlich hatten Armenien und Aserbaidschan am Samstag eine Waffenruhe vereinbart.  © Reuters

Die Anzahl der getöteten Zivilisten sei auf 31 gestiegen, teilten die Behörden in Berg-Karabach mit. Die Anzahl der getöteten Karabach-Soldaten liege bei 525. Aserbaidschan machte bislang keine Angaben zu Verlusten in den eigenen Reihen. Es kamen auch dort viele Zivilisten ums Leben.

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Russland vermittelte Waffenruhe

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan sagte, dass die in der Nacht zum Samstag vereinbarte Waffenruhe nicht halte. Die Außenminister beider Länder hatten unter russischer Vermittlung in Moskau die Übereinkunft erzielt, die aber schon kurz nach Inkrafttreten gebrochen wurde. Russlands Außenminister Sergej Lawrow forderte am Montag mit Nachdruck eine Einhaltung der Waffenruhe.

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Die beiden Ex-Sowjetrepubliken kämpfen seit Jahrzehnten um die bergige Region, in der rund 145 000 Menschen leben. Berg-Karabach wird von Armenien kontrolliert, gehört aber völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan.

In einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren verlor Aserbaidschan die Kontrolle über das Gebiet. Es wird von christlichen Karabach-Armeniern bewohnt. Seit 1994 gilt eine brüchige Waffenruhe. Die Türkei steht in dem Konflikt auf der Seite Aserbaidschans, während Armenien Russland als Schutzmacht sieht.

RND/dpa

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