Berg-Karabach-Konflikt: Armenien hebt Kriegszustand auf

  • Mehr als vier Monate nach dem Ende der Kämpfe hat Armenien in der Konfliktregion Berg-Karabach den Kriegszustand aufgehoben.
  • Das Parlament stimmte am Mittwoch mit einer großen Mehrheit dafür.
  • Seit dem Friedensabkommen mit Aserbaidschan steckt Armenien in einer innenpolitischen Krise.
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Eriwan. Armenien hat in der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus den Kriegszustand aufgehoben. Mehr als vier Monate nach dem Ende der Kämpfe stimmte das Parlament in der Hauptstadt Eriwan am Mittwoch mit übergroßer Mehrheit dafür, wie armenische Medien berichteten. Die Opposition hatte diesen Schritt seit langem verlangt. Das Kriegsrecht schränke die Rechte der Opposition und die Demokratie insgesamt ein, argumentierten Vertreter. In drei Monaten wird in der Ex-Sowjetrepublik vorzeitig ein neues Parlament gewählt.

Innenpolitische Krise

Seit dem Friedensabkommen mit Aserbaidschan unter Vermittlung Russlands steckt Armenien in einer innenpolitischen Krise. Bei Massenprotesten forderte die Opposition den Rücktritt von Regierungschef Nikol Paschinjan. Viele Armenier machen ihn für Gebietsverluste in Berg-Karabach verantwortlich. In dem Krieg vom 27. September bis 9. November hatte sich das Nachbarland Aserbaidschan weite Teile des Anfang der 1990er verlorenen Gebiets zurückgeholt.

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Mehr als 6000 Tausende Menschen starben bei den Auseinandersetzungen. Aserbaidschan hatte den Kriegszustand bereits im Dezember aufgehoben.

RND/dpa

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