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Berg-Karabach: Streit zwischen Aserbaidschan und Armenien flammt erneut auf

  • Der Streit zwischen Armenien und Aserbaidschan über den Status von Berg-Karabach ist erneut aufgeflammt.
  • Armeniens Außenminister ist in die Konfliktregion gereist.
  • Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev hatte für diesen Fall zuvor mit der “eisernen” Faust gedroht.
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Baku/Eriwan. Eine Reise des armenischen Außenministers nach Berg-Karabach hat den Streit zwischen Armenien und Aserbaidschan über den Status der südkaukasischen Konfliktregion neu befeuert. Die vor zwei Monaten geschlossene Friedensvereinbarung sehe keinerlei Kontaktbeschränkungen zwischen Armenien und Karabach vor, hieß es am Donnerstag aus dem armenischen Außenministerium.

Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev hatte Armenien zuvor mit der „eisernen Faust“ gedroht, falls staatliche Vertreter weiter ohne aserbaidschanische Erlaubnis nach Karabach reisen. Armenien hatte wiederholt gefordert, den politischen Status von Berg-Karabach festlegen zu lassen, das vor dem jüngsten Krieg lange von Armenien kontrolliert wurde. Davon will Aliyev jedoch nichts wissen: Karabach gehöre zu Aserbaidschan, sagte er immer wieder.

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Abschied nehmen in Berg-Karabach
1:21 min
Der Bezirk Kalbadschar muss laut einem Waffenstillstandsabkommen im Konflikt um die Kaukasusregion am Sonntag an Aserbaidschan übergeben werden.  © Reuters
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Frankreich setzt sich für politische Lösung ein

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron betonte unterdessen laut Mitteilung, sich weiter für eine politische Lösung in dem Konflikt sowie für die Freilassung aller Gefangenen einsetzen zu wollen. Armenien und Aserbaidschan hatten in den vergangenen Wochen mehrfach Kriegsgefangene ausgetauscht. Es gab aber auch immer wieder Streit um weiter festgesetzte armenische Soldaten.

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Tausende protestieren in Armenien gegen Waffenruhe in Bergkarabach
2:21 min
Der Unmut richtet sich vor allem dagegen, dass das von der aserbaidschanischen Armee gewonnene Gelände weiterhin unter Kontrolle Aserbaidschans bleiben soll.  © Reuters

Mehr als 4700 Opfer

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Die beiden verfeindeten Ex-Sowjetrepubliken hatten zuletzt vom 27. September bis zum 9. November um Berg-Karabach gekämpft. Aserbaidschan holte sich weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen und überwiegend von Karabach-Armeniern bewohnten Gebiets zurück. Insgesamt starben auf beiden Seiten weit mehr als 4700 Menschen. Russische Friedenstruppen überwachen eine Waffenruhe, die unter Vermittlung Moskaus zustande kam.

RND/dpa

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