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Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan fortgesetzt

  • Im Konflikt um die Südkaukasusregion Berg-Karabach ist es am vierten Tag in Folge zu schwerem Beschuss gekommen.
  • Armenien und Aserbaidschan geben sich weiter gegenseitig die Schuld für die Eskalation.
  • Auf beiden Seiten wird bereits von vielen Toten gesprochen.
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Baku/Eriwan. Zwischen den beiden verfeindeten Ländern Armenien und Aserbaidschan ist es am vierten Tag in Folge zu schwerem Beschuss im Konflikt um die Südkaukasusregion Berg-Karabach gekommen. Am Mittwochmorgen habe es Artilleriefeuer an der gesamten Demarkationslinie in Berg-Karabach gegeben, teilte eine Sprecherin des armenischen Verteidigungsministerium in Eriwan mit. Das Militär in Aserbaidschan behauptete hingegen, dass die Stadt Terter auf eigenem Staatsgebiet von den Armeniern angegriffen worden sei. Viele Menschen seien verletzt und Gebäude zerstört worden.

Es sind die schwersten Kämpfe seit Jahrzehnten zwischen den beiden früheren Sowjetrepubliken im Südkaukasus. Offiziell wurden auf armenischer Seite deutlich mehr als Hundert Menschen getötet. Auch in Aserbaidschan sprach das Militär von vielen Toten. Beide Seiten behaupten, Hunderte Soldaten des jeweiligen Gegners getötet zu haben.

Baku sprach am Mittwoch von insgesamt 2300 armenischen Toten und Verletzten seit Sonntag. Zudem soll ein Raketenabwehrsystem vom Typ S-300 zerstört worden sein. Das dementierte Eriwan umgehend. Eine unabhängige Einschätzung zu den Todeszahlen gab es zunächst nicht.

RND/dpa

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