Berg-Karabach: Aserbaidschan hat Gebiet zurückbekommen

  • Aserbaidschan hat in der Konfliktregion Berg-Karabach ein weiteres Gebiet von Armenien zurückbekommen.
  • Außerdem wird ein Korridor durch Armenien errichtet, damit Aserbaidschan eine Verbindung zur Türkei erhält.
  • Beide Aspekte sind Teil des Friedensabkommens, das Aserbaidschan und Armenien unter russischer Vermittlung unterzeichnet haben.
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Baku/Eriwan . Aserbaidschan hat in der Konfliktregion Berg-Karabach ein Gebiet kampflos von Armenien zurückbekommen. „Das aserbaidschanische Volk hat viele Jahre lang ungeduldig auf diesen Tag gewartet“, sagte Präsident Ilham Aliyev am Mittwoch in einer Ansprache.

Die Übergabe des Gebiets Kelbadschar im Südkaukasus war in dem Abkommen über eine Waffenruhe vereinbart worden, das Aliyev und Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan vor rund zwei Wochen unter Vermittlung des russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichnet hatten.

Aserbaidschanischer Korridor durch Armenien

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Aserbaidschan habe außerdem bereits mit Vorbereitungen für den Wiederaufbau einer Bahnstrecke in die Exklave Nachitschewan begonnen, verkündete Aliyev. Sein Land war viele Jahre lang von der autonomen Republik an der Grenze zum Iran abgeschnitten, weil dazwischen armenisches Territorium liegt.

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Berg-Karabach: Abkommen zur Beendigung der Kriegshandlungen
1:32 min
Armenien und Aserbaidschan haben einen Vertrag zum Ende des Blutvergießens unterzeichnet und die Kampfhandlungen eingestellt.  © Reuters

Der aserbaidschanische Korridor durch Armenien ist ebenfalls ein Punkt, auf den sich die beiden verfeindeten Staaten in ihrem Abkommen geeinigt hatten. Aserbaidschan erhält damit eine Landverbindung zu seinem „Bruderstaat“ Türkei.

Aserbaidschan bekam weite Teile seines ehemaligen Gebiets zurück

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Berg-Karabach ist seit Jahrzehnten zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken umkämpft. In dem neuen Krieg, der am 27. September begonnen hatte, holte sich Aserbaidschan weite Teile des Anfang der 1990er verlorenen Gebiets zurück. Das Land sah sich dabei von der Türkei unterstützt. Armenien sieht Russland als seine Schutzmacht.

Die nun geltende Waffenruhe wird von 2000 russischen Friedenssoldaten kontrolliert, die auch eine sichere Rückkehr von Geflüchteten gewährleisten sollen.

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Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, appellierte an alle Beteiligten, „die Menschenrechte zu wahren und humanitäres Völkerrecht einzuhalten“. Oberste Priorität müsse die Sicherstellung humanitärer Hilfe sein.

RND/dpa

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