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Experten aus Südkorea und USA besorgt

Erstmals seit fünf Jahren: Nordkorea bereitet offenbar wieder Atomwaffentests vor

Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellte Bild zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, beim Beobachten eines Tests einer neuartigen, atomwaffenfähigen, ballistischen Interkontinentalrakete.

Nordkorea könnte bald zum ersten Mal seit 2017 wieder eine Atomwaffe testen. Südkoreanische und US-amerikanische Beamte und Analysten sehen dafür einige Anzeichen. Demnach könnte Pjöngjang durch die Tests sein Atomwaffenarsenal verbessern und den politischen Druck zu erhöhen. Eine Wiederaufnahme der Atomtests würde die politischen Spannungen in der Region verstärken.

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Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters äußerten zwei US-Experten, dass Pjöngjang sich anscheinend auf Tests nahe des stillgelegten Testgeländes Punggye-ri vorbereite, der dafür geplante Zeitpunkt sei aber noch unklar. Ein südkoreanischer Militärbeamter bestätigte, dass sein Land die Aktivitäten zur Wiederherstellung eines der für Atomtests genutzten Tunnels verfolgen würden.

Test einer atomwaffenfähigen Interkontinentalrakete

Bis 2018 hatte Nordkorea insgesamt sechs Atomtests in Tunneln auf dem Testgelände Punggye-ri durchgeführt. Im Jahr 2018 sprengte Nordkorea die stillgelegten Anlagen, um symbolisch seine Bereitschaft zur Abrüstung zu demonstrieren. Seitdem rüstete das Land aber wieder auf.

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So hat Pjöngjang kürzlich eigenen Angaben zufolge erfolgreich eine neuartige atomwaffenfähige Interkontinentalrakete (ICBM) getestet, die die USA erreichen kann.

Japan verhängt Sanktionen gegen Nordkorea

Nach diesem jüngsten Raketentest von Nordkorea hat Japan weitere Sanktionen gegen seinen Nachbarstaat verhängt. Wie die Regierung am Freitag bekannt gab, wird das Vermögen von vier in Russland ansässigen Organisationen sowie neun Personen – sechs Nordkoreaner und drei Russen – eingefroren. Sie seien an der Entwicklung des Raketen- und Atomprogramms Nordkoreas beteiligt.

Die USA zeigten sich besorgt über die Möglichkeit neuer Atomwaffentests. Man sei weiterhin gesprächsbereit, jedoch würden weitere Provokationen Nordkoreas Sanktionen der internationalen Gemeinschaft nach sich ziehen, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums.

RND/ar/dpa

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