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BER-Eröffnung: Klima-Aktivisten seilen sich von Flughafen-Vordach ab

  • Heute eröffnet mit jahrelanger Verspätung der Hauptstadtflughafen BER.
  • Die Gruppe “Am Boden bleiben” gibt das Ziel aus, “den Flughafen lahmzulegen und die Eröffnung massiv zu stören”.
  • Protestler in Pinguin-Kostümen seilen sich vom Gebäude ab.
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Demonstranten protestieren für Klimagerechtigkeit vor Terminal 1 am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg "Willy Brandt" (BER). Die flugunfähigen Vögel sind das Erkennungszeichen der Aktivisten von "Am Boden bleiben".  @ Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Schönefeld. Mehrere Klimaaktivisten sind am Vormittag auf das Dach eines BER-Eingangsgebäudes geklettert und haben sich von dort abgeseilt. Einer von ihnen entrollte schließlich ein Banner mit einem Protestspruch gegen die Eröffnung des Flughafens am Samstag: “Flieger stoppen statt Klima schrotten”.

Ein anderer Aktivist ließ sich lediglich per Seil vom Dach ab. Polizeibeamte ließen sie zunächst gewähren. Zwei weitere Personen, die ebenfalls auf das Dach gestiegen waren, seien bereits gleich zu Beginn der Aktion abgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten die Personalien aufgenommen und die Aktivisten anschließend ziehen lassen. Sie erwarte nun eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs.

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Die flugunfähigen Vögel sind das Erkennungszeichen der Aktivisten. Auch das Terminal selbst wurde blockiert.

Mehrere Dutzend Mitglieder der Gruppe “Am Boden bleiben”, die sich für die Verringerung des weltweiten Flugverkehrs engagiert, hatten sich bereits am Morgen am neuen Hauptstadtflughafen BER versammelt. „Unser Ziel ist, den Flughafen lahmzulegen und die Eröffnung massiv zu stören“, sagte Lena Tucnak, eine der Sprecherinnen, am Samstagvormittag.

„Es kann nicht sein, dass in Zeiten der Klimakrise ein neuer Riesenflughafen eröffnet wird.“ Der Flugverkehr müsse insgesamt deutlich verringert werden. „Wir sind dafür, Inlandsflüge einzustellen und Regionalflughäfen zu schließen“, sagte Tucnak. Nötig sei eine gesellschaftliche Diskussion darüber, welche Flüge noch nötig seien und welche nicht.

Die Gruppe hatte am Freitag eine Aktion zivilen Ungehorsams angekündigt, um die Flughafeneröffnung zu behindern. Auch andere Gruppen wie Fridays for Future oder Extinction Rebellion haben Protestaktionen angekündigt. Unter anderem ist eine Demo geplant, die am Vormittag vom alten Flughafen Schönefeld zum BER führen soll.

Die Polizei hatte angekündigt, sie werde mit einem Großaufgebot vor Ort sein, um die Sicherheit der Eröffnungsveranstaltung zu gewährleisten.

RND/dpa

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