Benzin vom CO2-Preis befreien? Luisa Neubauer offen dafür

  • Die CO2-Bepreisung treibt nach und nach auch den Spritpreis in die Höhe.
  • Klimaaktivistin Luisa Neubauer sieht darin „überproportional viel Aggressionspotenzial“.
  • Sie hält es daher für eine ernsthafte Option, den Benzinpreis von der C02-Bepreisung auszunehmen.
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Berlin. In der Debatte um die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen hat die Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf die Möglichkeit verwiesen, den Spritpreis von der CO2-Bepreisung auszunehmen. Ökonomen hätten vorgeschlagen, Sprit vom CO2-Preis zu befreien, sagte Neubauer dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“ (Montag). „Benzin und Diesel werden ohnehin schon sehr hoch besteuert, und man kann argumentieren, dass ein CO2-Preis auf Benzin Menschen kaum vom Autofahren abhält, aber überproportional viel Aggressionspotenzial mit sich bringt“, sagte die Vertreterin von „Fridays for Future“.

Das Problem sei nicht der Klimaschutz, sondern unsoziale Politik. Wer jahrelange soziale Ungleichheit befördere und dann die soziale Frage als Vorwand missbrauche, um die Klimakrise nicht zu bewältigen, sei heuchlerisch, so Neubauer weiter. „Wir haben keine Zeit für die wilde Sucherei nach Ausflüchten, um den Klimaschutz bloß zu unterlassen. Die Vision sollte doch sein, Klimaschutz mit richtig guter Sozialpolitik zu verbinden“, sagte Neubauer.

RND/epd

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