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Belarussische Fluggesellschaft Belavia stoppt Flüge nach Deutschland

  • Wegen der erzwungenen Landung einer Ryanair-Maschine erlaubt die EU keine Starts und Landungen von belarussischen Fluggesellschaften sowie Überflüge mehr.
  • Nun reagiert die staatliche Fluggesellschaft Belavia.
  • Sie stoppt Flüge nach Deutschland sowie weitere sechs EU-Länder.
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Minsk. Die staatliche Fluggesellschaft Belavia aus Belarus hat im Konflikt um die erzwungene Landung einer Passagiermaschine in Minsk alle Flüge nach Deutschland eingestellt. Frankfurt, Berlin, Hannover und München würden ab sofort nicht mehr angeflogen, teilte Belavia am Donnerstag mit.

Betroffen sind auch sechs weitere EU-Länder: Polen, Italien, Österreich, die Niederlande, Spanien und Belgien. Die Flüge sind vorerst bis Ende Oktober ausgesetzt. Die Tickets könnten zurückgegeben oder umgetauscht werden, hieß es.

Hintergrund ist eine Entscheidung der EU, künftig keine Starts und Landungen von belarussischen Fluggesellschaften und keine Überflüge mehr zu erlauben. Mehrere europäische Länder hatten seit Anfang der Woche bereits Verbote ausgesprochen. Nun legte Belavia selbst nach.

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Unter anderem auch die Ukraine und die Schweiz haben den Flugverkehr mit Belarus eingestellt. Verbindungen aus Minsk gibt es allerdings etwa mit Russland, weiteren Ex-Sowjetrepubliken und mit der Türkei.

Die Flugverbote sind eine Reaktion auf die Zwangslandung einer Ryanair-Maschine am Sonntag in Minsk, die von einem Kampfjet des Typs MiG-29 auf den Boden gebracht wurde. Belarus zwang das Flugzeug zur Landung, um Gegner von Machthaber Alexander Lukaschenko festzunehmen. An Bord der Maschine waren der Blogger und politische Aktivist Roman Protassewitsch und seine Freundin Sofia Sapega. Beide wurden festgenommen.

Das Menschenrechtszentrum Wesna in Minsk erklärte den 26-Jährigen und die 23 Jahre alte russische Studentin zu politischen Gefangenen. Beide hatten im Nachrichtenkanal Telegram gegen Lukaschenko gerichtete Informationen veröffentlicht, auch persönliche Angaben zu Uniformierten der Geheim- und Sicherheitsdienste, die brutal gegen Andersdenkende vorgehen. Lukaschenko nennt seine Gegner „Terroristen“.

RND/dpa

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