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Belarus: Hundertschaften von Polizei und Militär bei Protesten in Minsk

  • Der elfte Protestsonntag in Folge hat für die Demokratiebewegung in Belarus eine besondere Bedeutung.
  • Denn an diesem Sonntag läuft ein Ultimatum an Machthaber Alexander Lukaschenko aus.
  • Auch aus diesem Grund sehen sich Protestler auf den Straßen von Minsk einem massiven Aufgebot an Polizei und Militär gegenüber.
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Minsk. Vor neuen Massenprotesten in Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko haben Hundertschaften von Polizei und Militär das Zentrum der Hauptstadt Minsk unter ihre Kontrolle gebracht. Bewaffnete Uniformierte in Sturmhauben bezogen unter anderem am Prospekt der Sieger und am Unabhängigkeitsprospekt Stellung, um die neue Sonntagsdemonstration zu verhindern. Erwartet werden Zehntausende Menschen.

Die Behörden sperrten sämtliche Metrostationen im Zentrum, um Ansammlungen von Menschen zu verhindern. Sie schalteten auch das mobile Hochgeschwindigkeitsinternet ab, damit sich die Menschen nicht zu Protesten verabreden können.

„Heute ist ein besonderer Tag“, sagte die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja in ihrem Exil in der EU in einer Live-Schalte. Am Sonntag endet ihr Volks-Ultimatum an Lukaschenko. Die Demokratiebewegung fordert ein Ende der Polizeigewalt, die Freilassung aller politischen Gefangenen und den Rücktritt Lukaschenkos sowie eine Neuwahl. Zwar sind einige Oppositionelle aus dem Gefängnis entlassen, mehr Entgegenkommen ist aber nicht in Sicht.

Tichanowskaja: „Der Weg wird nicht leicht sein“

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Deshalb rief Tichanowskaja mit Nachdruck dazu auf, sich an diesem Montag an einem landesweiten Generalstreik zu beteiligen oder einfach zuhause zu bleiben. „Der Weg wird nicht leicht sein.“ Der Kampf gegen Lukaschenko brauche Kraft und Ausdauer, betonte sie.

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Seit der umstrittenen Präsidentenwahl am 9. August kommt es in der Ex-Sowjetrepublik zu Protesten, weil sich Lukaschenko nach 26 Jahren an der Macht mit rund 80 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären ließ. Den Sieg beansprucht die Demokratiebewegung für Tichanowskaja. Die EU unterstützt Lukaschenkos Gegner und erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Unterstützung hat

RND/dpa

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