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Demokratiebewegung protestiert in Minsk: Uniformierte in Sturmhauben lösen Demo auf

  • Seit 90 Tagen leisten viele Menschen in Belarus Widerstand gegen die Wahl Alexander Lukaschenkos.
  • Bei einer Demonstration am Sonntag wurden erneut dutzende Menschen festgenommen.
  • Auch die Sonderpolizei OMON ging gegen die Versammlung vor.
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Minsk. Uniformierte in Sturmhauben sind in Belarus (Weißrussland) in Hundertschaften gegen neue Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko vorgegangen. Es gab Dutzende Festnahmen, wie das Menschenrechtszentrum Wesna auf seiner Internetseite spring96.org am Sonntag mitteilte. Am frühen Nachmittag war von mehr als 160 Festnahmen die Rede. Auf Videos und Fotos war zu sehen, wie Uniformierte teils ohne Erkennungszeichen friedliche Menschen brutal auf den Boden drückten und in Gefangenentransporter zwängten.

An mehreren Stellen der Stadt ging die Sonderpolizei OMON gegen Menschengruppen vor, die versuchten, sich im Stadtzentrum zu versammeln. Wie jeden Sonntag waren Tausende Menschen auf den Straßen unterwegs. Auch in anderen Städten gab es Demonstrationen für einen Rücktritt Lukaschenkos.

Trotz Demonstrationensverbot: Demokratiebewegung geht auf die Straße

Die Metrostationen in Minsk waren gesperrt, damit Demonstranten nicht ins Stadtzentrum gelangen konnten. Auch das mobile Internet war weitgehend abgeschaltet – so sollte die Verabredung zu Versammlungen in der Stadt erschwert werden. Truppen sperrten mehrere Straßen – teils mit schwerer Technik.

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Trotz des Demonstrationsverbots und der Gewaltandrohung der Behörden marschierten Menschenzüge auf mehreren Straßen der Stadt – mit den historischen weiß-rot-weißen Flaggen. Sie skandierten: „Lang lebe Belarus!“. Die Behörden hatten für auch eine Autokorso-Aktion der Unterstützer Lukaschenkos angekündigt.

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„Die Macht gehört dem Volk!“, teilte die Demokratiebewegung in Minsk mit. Die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja, die von der Bewegung als Siegerin der Präsidentenwahl vom 9. August angesehen wird, begrüßte, dass die Menschen ohne Furcht und mit Ausdauer gegen Lukaschenko um ihre Freiheit kämpften. „Schon seit 90 Tagen leisten wir Widerstand gegen Gesetzlosigkeit und Gewalt“, sagte sie in ihrem Exil in der EU.

RND/dpa

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