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Belarus: Behörden leiten Terrorermittlungen gegen Tichanowskaja ein

  • Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hatte vergangene Woche zu einer neuen Protestwelle aufgerufen.
  • Am Wochenende gingen zahlreiche Menschen gegen Machthaber Lukaschenko auf die Straßen.
  • Nun leiten die Behörden strafrechtliche Ermittlungen gegen Tichanowskaja ein.
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Kiew. Die Behörden in Belarus haben strafrechtliche Ermittlungen gegen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja unter dem Vorwurf des Terrorismus eingeleitet. Sie und mehrere weitere nicht namentlich genannte Personen stünden im Verdacht, vor einigen Tagen Explosionen und Brandanschläge in der Hauptstadt Minsk geplant zu haben, erklärte Generalstaatsanwalt Andrej Schwed am Montag.

Nach der umstrittenen Wiederwahl des langjährigen Präsidenten Alexander Lukaschenko im August 2020 kam es in Belarus zu Massenprotesten gegen den häufig als „letzten Diktator Europas“ bezeichneten Staatschef. Mehr als 33.000 Demonstranten kamen in Haft, viele wurden von Sicherheitskräften geschlagen. Tichanowskaja, die damals gegen Lukaschenko angetreten war, erkennt das Wahlergebnis ebenso wenig an wie die USA und die EU. Sie floh nach dem Urnengang nach Litauen.

Aus dem Exil rief sie vergangene Woche zu einer neuen Protestwelle auf, nachdem die Demonstrationen im Winter abgeflaut waren. Die Polizei ging am Donnerstag und Samstag in Minsk gegen Oppositionsanhänger vor, die zu neuen Protesten zusammenkommen wollten. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

RND/AP

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