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Bei negativem Test: Grenzen für Lkw von Großbritannien in die EU wieder offen

  • Viele der Lkw-Fahrer, die durch die Grenzschließungen von Frankreich zu Großbritannien kilometerlang im Stau stehen, müssen das Weihnachtsfest auf der Straße verbringen.
  • Zwar ist die Ausreise bei negativem Corona-Test mittlerweile wieder gestattet.
  • Doch wird sich der Rückstau mit den fast 10.000 Fahrzeugen nicht so schnell auflösen.
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Dover. Nach 48 Stunden Grenzschließung dürfen Lastwagen wieder von Großbritannien nach Frankreich übersetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fahrer einen negativen Corona-Test vorlegen können. Verbände rechnen angesichts der schieren Menge an Lkw nicht damit, dass sich der Rückstau in der südostenglischen Grafschaft Kent rasch auflöst. Viele Fahrer werden deshalb das Weihnachtsfest nicht mit ihren Familien verbringen können.

Auch die Regierung in London rechnet nicht mit einem raschen Ende des Staus. “Das ist kein Problem, das rasch gelöst werden wird”, sagte Bauminister Robert Jenrick am Mittwoch dem Sender Sky News. Er erwarte, dass die ersten Lastwagen schon bald über den Ärmelkanal nach Frankreich setzen können.

Nach Schätzungen des britischen Verbands der Speditionsunternehmen RHA warten mittlerweile 8000 bis 10.000 Fahrzeuge auf die Ausreise nach Frankreich. Das Land hatte wegen der rasanten Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante die Grenzen zu Großbritannien auch für den Warenverkehr geschlossen.

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Zwischen Brexit und Corona – aufgeheizte Stimmung bei festsitzenden Lkw-Fahrern
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Im südenglischen Dover ist es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und wütenden Lkw-Fahrern gekommen.  © Reuters
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Wo hin mit positiv getesteten Fahrern?

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps teilte mit, es seien ausreichend Schnelltests, die ein Ergebnis nach 30 Minuten anzeigen, in die Region geschickt worden. In der wichtigen Hafenstadt Dover kamen Mitarbeiter des Gesundheitsdiensts NHS an. Sie sollen gemeinsam mit Armeeangehörigen die Tests durchführen. RHA-Chef Richard Burnett betonte, dass auch der Einsatz von Schnelltests für erhebliche Verzögerungen in der Lieferkette sorgen würden.

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Burnett warnte vor Gesundheitsrisiken. Zahlreiche Fahrer hätten noch immer keinen Zugang zu Sanitäranlagen. Zudem seien logistische Fragen ungeklärt, etwa die Unterbringung positiv getesteter Fahrer und die Reinigung ihrer Fahrerkabinen.

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Frankreich lockert Abschottung von Großbritannien
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Mit negativem Covid-19-Test ist es ab Mittwoch wieder möglich, von der Insel nach Frankreich einzureisen.  © Reuters

Mehr als 2000 Lastwagen parken auf einem still gelegten Flughafen, Hunderte weitere auf der Autobahn. Minister Shapps lockerte unterdessen erneut die Ruhezeiten: Lkw-Fahrer dürfen nun elf statt neun Stunden am Steuer sitzen.

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki intervenierte derweil persönlich in London und Paris, um eine Rückkehr Tausender polnischer Lastwagenfahrer aus Großbritannien zu ermöglichen. Die Fahrer sitzen seit zwei Tagen an den britisch-französischen Grenzübergängen fest. Sowohl der britische Premier Boris Johnson als auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hätten eine rasche Lösung versprochen, gab ein Sprecher von Morawiecki am Mittwoch in Warschau bekannt.

RND/dpa

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