Bei „Hart aber fair“: Lauterbach fordert Lockdownende

  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert für ein Ende des aktuellen Lockdowns.
  • In der TV-Talkshow „Hart aber fair“ bezeichnet er ihn als „viel zu schwach, um die dritte Welle aufzuhalten“.
  • Lauterbach schlägt stattdessen Öffnungen vor – verbunden mit regelmäßigen, aber nicht willkürlichen Tests.
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Berlin. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich in der TV-Talkshow „Hart aber fair“ für Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen ausgesprochen. Eine Verlängerung des aktuellen Lockdowns hält er für nicht zielführend: „Er ist viel zu schwach, um die dritte Welle aufzuhalten.“

Deshalb schlägt Lauterbach ein anderes Konzept vor: Öffnungen und regelmäßige Tests – letztere vor allem in Schulen und Betrieben. Die Tests könnten dann beispielsweise als Eintrittskarte in Geschäfte oder Restaurants gelten.

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Die Politik ringt um mehr Lockerungen der Alltagsbeschränkungen – trotz Risiken. Um nächste Schritte abzusichern, sollen auch deutlich mehr Tests helfen.  © dpa
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Der SPD-Politiker warnt aber auch: „Man kann mit Tests auch viel kaputt machen.“ Es sei nur sinnvoll, ganze Gruppen mit Schnelltests zu testen, um Infektionscluster zu finden. Denn die Trefferquote der Schnelltests liege im Fall von asymptomatischen Personen lediglich bei 60 Prozent. „In dem Moment, wo ich das in Gruppen mache, also in Klassen oder Betrieben, verpasse ich zwar einen, schnappe aber den anderen“, betont Lauterbach.

Mit allzu raschen Lockerungen rechnet er dennoch nicht. Erst müssten mehr als hundert Millionen hochqualitativer Tests zur Verfügung stehen – und daran glaubt Lauterbach nicht vor „Mitte bis Ende März“.

Zugleich lehnt er eine unkontrollierte Abgabe der Tests ab. Mit Selbsttests „werden wir die dritte Welle nicht verhindern, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, sagt Lauterbach.

Am Mittwoch beraten Bund und Länder, wie und wann und in welchen Schritten Deutschland aus dem Corona-Lockdown kommen soll.

RND/tdi

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