• Startseite
  • Politik
  • Beherbergungsverbot: Kretschmer will Grenzwert überprüfen und erntet Kritik auf Twitter

Kretschmer zu Beherbergungsverbot: Grenzwert überprüfen – Kritik auf Twitter

  • Die Beherbergungsverbote stoßen vielerorts auf Kritik.
  • Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hatte in einem Interview sogar eine Überprüfung des Grenzwertes angeregt.
  • Das brachte ihm auf Twitter viel Kritik ein.
Anzeige
Anzeige

Berlin/Dresden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in der Debatte um Beherbergungsverbote gefordert, die Kriterien dafür zu überprüfen. „Wir brauchen eine Überprüfung, ob die Zahl 50 auf 100.000 Einwohner richtig ist. Das müssen diejenigen sagen, die in der Kontaktnachverfolgung sind“, sagte der CDU-Politiker vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch der „Bild“-Zeitung.

Das seien die Bürgermeister, die Landräte und die Virologen. „Es braucht am Ende die Gesundheitsminister, die einen substanziellen Vorschlag machen, wenn man an dieser Regelung etwas ändern will, was dann sachgerecht ist.“

Kretschmer sagte, es wäre falsch, die ganze Regelung über Bord zu werfen. Das Ziel aller Maßnahmen der Politik müsse sein, einen zweiten Lockdown zu verhindern. „Wir sehen gerade in der Tschechischen Republik, dass diese Maßnahme unmittelbar bevorsteht, weil dort die Zahlen weiter explodieren. Deswegen geht es hier darum, die Dinge maßvoll zu organisieren.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Seine Äußerungen brachten Kretschmer auf Twitter Kritik ein. Wie von diesem Nutzer:

Dieser Nutzer fragt nach einer Begründung für Kretschmers Überlegungen:

Anzeige

Und auch dieser Twitterer fragt sich, was der Ministerpräsident damit erreichen will:

Anzeige

Dieser Twitterer glaubt, eine Erklärung gefunden zu haben:

„Fata“ nennt dieser Nutzer die Äußerungen:

Im Interview mit dem „Spiegel“ sagte Kretschmer zudem, man dürfe die Bevölkerung nicht verunsichern und brauche eine breite Akzeptanz der Corona-Maßnahmen. „Überall im Land sind verantwortungsvolle Bürgermeister und Landräte, die gut reagieren, wenn die Infektionszahlen steigen“, sagte er dem Magazin und fügte hinzu: „Also keine Hysterie, bitte!“

Die Beherbergungsverbote nennt er in dem Gespräch einen großen “Einschnitt in die persönliche Freiheit der Menschen”, deshalb müsse da ernsthaft in der Runde mit Merkel drüber diskutiert werden. “Möglicherweise sind die Beherbergungsverbote nicht mehr verhältnismäßig”, sagt Kretschmer.

Anzeige

Die meisten Bundesländer hatten beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die Regel ist umstritten. Als sicher gilt, dass am Mittwoch über das Thema gesprochen werden wird.

RND/das/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen