Bedford-Strohm: Senioren selbst über Besuch entscheiden lassen

  • Für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen ist die Corona-Pandemie besonders gefährlich.
  • Doch die gemeinsame Zeit mit Angehörigen, die wegen der Kontaktsperren verloren geht, wiegt schwer.
  • Der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hat einen Vorschlag.
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München. Bewohner von Altenheimen sollten aus Sicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) selbst entscheiden dürfen, ob sie in Corona-Zeiten Besuch empfangen oder nicht. Man solle ihnen möglichst selbst die Entscheidung überlassen, wie viele Risiken sie eingehen wollten, sagte Heinrich Bedford-Strohm in einer am Montag auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft.

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Wichtig sei es, mit “Schutzkleidung Angehörigen Zugang zu ihren Lieben zu beschaffen”. Denn es sei schlimm, “wenn Angehörige in den Alten- und Pflegeheimen wegen der Kontakteinschränkungen ihre Eltern nicht besuchen können”. Den Heimleitungen sei kein Vorwurf zu machen. Die hohe Zahl von Todesfällen in einzelnen Heimen zeige, dass die Ansteckungsgefahr real sei.

Aber: “Es geht eben auch nicht, dass Angehörige in den letzten Lebenstagen, Lebenswochen, ihre Eltern nicht begleiten können”, betonte der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm. “Viele Angehörige werden immer verzweifelter, weil das nie nachzuholen sein wird, dass sie ihren Eltern in diesen Tagen Beistand leisten.

RND/dpa

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