Scharfe Kritik aus Bayern

Bayerns Innenminister Herrmann: Berlin ist „Hauptstadt der Kriminalität“

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, kritisiert die Politik in der Hauptstadt.

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, kritisiert die Politik in der Hauptstadt.

Passau/München. In der Diskussion um die Berliner Silvester-Krawalle hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die politische Führung dort kritisiert: „Berlin hat sich über die letzten 20 Jahre leider zur deutschen Hauptstadt der Kriminalität, der Gewalt, der Chaoten und krimineller Clans entwickelt. Es ist offensichtlich, dass der Kampf für die innere Sicherheit in Berlin nicht mit der notwendigen Konsequenz geführt wird“, sagte der CSU-Politiker der „Mediengruppe Bayern“.

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Die Öffentlichkeit solle sich nicht von Forderungen nach Böllerverboten ablenken lassen, sagte Herrmann. „Das Problem sind nicht die Böller, sondern die Krawallmacher, teils aus dem linksextremen Spektrum, teils mit Migrationshintergrund.“

Vor allem Linke und Grüne agieren mehr gegen als für die Polizei.

Joachim Herrmann (CSU),

Bayerns Innenminister

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In Berlin sei jahrelang nicht entschlossen genug gegen Rechtsbruch eingeschritten worden. Er frage sich, ob die Berliner Polizei genug politische Rückendeckung habe und ob sie ausreichend ausgestattet sei. „Vor allem Linke und Grüne agieren mehr gegen als für die Polizei“, sagte Herrmann.

Krawalle in Kreuzberg oder am Prenzlauer Berg schon Tradition

Fraglich sei auch, ob die Berliner Justiz bei der Strafzumessung hinreichend auf die Gewalttaten reagiere. „Ich glaube, hier wurde über lange Jahre weggeschaut, Probleme wurden kleingeredet“. Die gewalttätigen Umtriebe zum 1. Mai in Kreuzberg oder am Prenzlauer Berg seien schon Tradition. Es sei aber „ein Sicherheitsproblem auch für andere Bundesländer, wenn Chaoten in Berlin eine Art rechtsfreien Raum haben“.

RND/dpa

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