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Bayerns Gesundheitsministerin soll Corona-Testpanne über Tage verschwiegen haben

  • Melanie Huml steht im Fokus der Kritik um Corona-Testpannen in Bayern.
  • Zehntausende Reiserückkehrer warteten lange Zeit auf ihre Abstrichergebisse – unter ihnen auch Infizierte.
  • Jetzt wird berichtet, dass die bayerische Gesundheitsministerin bereits länger von der Panne wusste, als sie bislang dargestellt hatte.
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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat nach einem Bericht offenbar schon früher von den Pannen rund um die Corona-Tests für Reiserückkehrer gewusst als bislang von ihr dargestellt. Wie die “Süddeutsche Zeitung” (SZ) berichtet, soll Huml bereits am Montag vergangener Woche darüber in Kenntnis gesetzt worden sein, dass viele Tausend Reiserückkehrer auf ihre Corona-Testergebnisse warteten und unter ihnen auch mehrere Hundert Infizierte seien.

Erst am Mittwoch darauf informierte die Gesundheitsministerin des Freistaats die Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz. Dort sagte sie, dass sie am Morgen vom Ausmaß der Panne erfahren habe.

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Dass die Tragweite der Panne schon am vorletzten Montag deutlich zu erkennen war, soll eine E-Mail aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) belegen, die der SZ vorliegt.

46 Infizierte noch nicht identifiziert

Bei den eilig aus dem Boden gestampften Testzentren für Reiserückkehrer an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen war ein wirres Durcheinander entstanden. Insgesamt erfuhren 44.000 Personen ihre Testergebnisse nicht oder nur stark verzögert, darunter auch 949 positiv Getestete.

46 davon konnten bis heute nicht identifiziert werden – die Chancen, dass dies noch klappen könnte, gelten als gering. “Der Vorgang ist jetzt auch abgeschlossen. Man muss jetzt auch in die Zukunft sehen”, sagte Herrmann auf eine entsprechende Frage im Sender Bayern 2.

RND/fw mit dpa

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