Hitze, Trockenheit und Corona-Pandemie – unsere Landwirte leiden

  • Hitze, Trockenheit und die Corona-Pandemie setzen die Bauern unter Druck.
  • Gesetze für den Naturschutz haben dafür gesorgt, dass sie jetzt auch gegen eine Mäuseplage kämpfen müssen.
  • Und die Verbraucher fordern immer beste Qualität und stabile Preise. Ein Kommentar von Marcus Pfeiffer.
Marcus Pfeiffer
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Berlin. Hitze und Trockenheit machten den Landwirten auch in diesem Jahr zu schaffen. Hinzu kommt die Corona-Pandemie, die den vielen ohnehin in finanzielle Not geratenen Höfen noch einmal ordentlich zusetzt. Die Böden sind zu trocken und den Bauern fehlt es an Saisonarbeitern, die Jahr für Jahr dafür Sorge tragen, dass die Menschen hierzulande satt werden.

Die Arbeit der Landwirte wird oft unterschätzt. Sie kämpfen nicht nur mit dem Wetter, sondern plagen sich auch mit vielen Gesetzen herum, die ihre Arbeit erschweren. Neue Regeln der Schädlingsbekämpfung haben letztlich dazu geführt, dass sich die Feldmäuse rasant ausbreiten können und die Ernte und somit auch die Existenz vieler Bauern als Plage bedrohen.

Hin zur nachhaltigen Landwirtschaft

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Versichert sind die Landwirte dafür meist nicht. Kaum ein Anbieter möchte das Risiko eingehen, für unberechenbare Umweltschäden aufzukommen. Dafür bräuchte es einen Anschub, vorwiegend finanziell, von Bund und Ländern. Sie profitieren schließlich auch vom Erfolg der Feld- und Wiesenarbeiter, der von Region zu Region aber sehr unterschiedlich ausgeprägt ist.

Nötig ist auf jeden Fall eine auf das Klima angepasste Landwirtschaft. Schon seit vielen Jahren ist ein Umsteuern von einer konventionellen Landwirtschaft hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise gefordert. Ein Prozess, der nicht von heute auf morgen Änderungen bringt, aber wichtig ist, um die Landwirtschaft in Deutschland und damit die Grundversorgung aller Menschen langfristig zu sichern.

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Verbraucher können etwas tun

Die Bauern stehen damit ständig unter Druck. Hinzu kommen die Verbraucher, die immer beste Qualität und stabile Preise fordern – auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Doch auch sie können etwas für die Landwirtschaft und ein besseres Klima tun: Weniger Lebensmittel wegschmeißen und die landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort mit ihrem Einkauf unterstützen.

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