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Nach heftigen Zusammenstößen mit der Polizei

Bauernproteste in den Niederlanden dauern an: Regierung fordert Gespräche mit Landwirten

Die Landwirte fühlen sich durch die Pläne der Regierung, den Stickstoffausstoß zu reduzieren, in ihrer Existenz bedroht.

Nach mehr als zwei Wochen andauernden Protesten in den Niederlanden hat die Regierung die Verbände der Bauern zu Gesprächen aufgerufen. Die Bauernverbände sollten das Gesprächsangebot der Regierung annehmen, forderte die Umweltministerin Christianne van der Wal am Donnerstag in Den Haag. Der größte Interessenverband LTO aber lehnt Gespräche mit dem von der Regierung eingesetzten Vermittler ab. Auch andere Organisationen hatten zuvor das Angebot abgewiesen.

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In der Nacht zu Donnerstag hatte es erneut Zusammenstöße mit Bauern gegeben. In Blijswijk bei Den Haag haben mobile Einsatzkräfte der Polizei eingegriffen und eine Blockade mehrerer Großlager von Supermärkten aufgelöst. 19 Demonstranten sind vorläufig festgenommen worden. Proteste gab es auch an anderen Orten im Land. So demonstrierten rund 200 Bauern mit Treckern vor der Provinzverwaltung in Arnheim. An anderen Orten steckten Landwirte auch Heuballen entlang von Autobahnen in Brand.

30 Prozent der Viehbetriebe stehen vor dem Aus

Die Regierung will den Stickstoffausstoß landesweit um 50 Prozent bis 2030 reduzieren, bei Naturgebieten sogar um mehr als 70 Prozent. Das kann nach Berechnungen der Regierung zum Aus für etwa 30 Prozent der Viehbetriebe führen. Die Bauern reagierten wütend und blockierten mit Treckern Autobahnen und Großlager von Supermarktketten.

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Um den Konflikt zu lösen, hatte die Regierung des rechtsliberalen Premiers Mark Rutte einen Vermittler berufen, nämlich Ex-Minister Johan Remkes. Doch die Bauern lehnen ihn ab, da er selbst mit für die Stickstoffpolitik verantwortlich sei. Sie fordern eine grundsätzliche Änderung der Pläne.

RND/dpa

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