• Startseite
  • Politik
  • Barley: „Wir dürfen bei der Gleichberechtigung nicht lockerlassen“

RND

Barley: „Wir dürfen bei der Gleichberechtigung nicht lockerlassen“

Wie kann mehr Gleichberechtigung erreicht werden? An diesem Freitag ist Internationaler Frauentag. Justizministerin Barley kündigt beim Thema Quote eine härtere Gangart gegenüber Unternehmen an. Und auch die Debatte über ein Paritätsgesetz für den Bundestag geht weiter.

Anzeige
Anzeige

Berlin. Nach der seit 2016 geltenden gesetzlichen Frauenquote für Großunternehmen will Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) nun den nächsten Schritt gehen. „Wir dürfen bei der Gleichberechtigung nicht lockerlassen“, sagte Barley dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Mit dem Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen haben wir bereits in der vergangenen Legislaturperiode einen Meilenstein gesetzt. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter“, so die SPD-Politikerin.

„Wir werden besonders diejenigen Unternehmen ins Auge fassen, die sich weiterhin zum Ziel setzen, keine Frauen in Führungspositionen zu berücksichtigen.“ Der Anteil von Frauen in Chefpositionen müsse steigen, weil sie jeden Tag „mit hoher Qualifikation und Leistung unser Wirtschaftsleben“ prägen würden. Auch auf Twitter setzt sich Barley für eine Frauenquote ein:

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

„Öffentlicher Dienst muss mit gutem Beispiel vorangehen“

„Um dieses Ziel zu verfolgen, sieht der Koalitionsvertrag weitere Schritte vor, die ich mit meiner Kollegin Franziska Giffey zeitnah umsetzen werde“, sagte die Justizministerin dem RND. Der öffentliche Dienst müsse hier mit gutem Beispiel vorangehen. „Die Leitungsfunktionen im öffentlichen Dienst sollen bis zum Jahr 2025 zur Hälfte mit Frauen und Männern besetzt sein.“

Lesen Sie auch: Studie: Frauenquote hat kaum Strahlkraft

Anzeige

Unterdessen geht die Debatte über ein Paritätsgesetz für eine gleiche Verteilung der Bundestagsmandate auf Männer und Frauen weiter. Die stellvertretende CSU-Vorsitzende Dorothee Bär hält nichts von den bisherigen Vorschlägen dazu. "Ich sage nicht, dass man gesetzlich nichts tun müsste. Aber die Vorschläge, die bisher auf dem Tisch liegen, überzeugen mich nicht", sagte Bär dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die Bundestagsabgeordnete und Digital-Staatsministerin im Bundeskanzleramt sagte, einmal müssten die Parteien ihre Hausaufgaben machen: „Da geht es um die Quotierung von Wahllisten und die Auswahl von Kandidaten und Kandidatinnen für Direktmandate.“

Anzeige

Bär sagte, alle bisherigen Vorschläge würden auf eine Reform der Wahlkreise hinauslaufen. „Man kann die Wahlkreise nicht noch größer machen“, so die CSU-Politikerin. „In meinem bin ich manchmal von Termin zu Termin zwei Stunden mit dem Auto unterwegs. Würde man die Wahlkreise teilen, hätte man einen noch aufgeblähteren Bundestag.“

Von Rasmus Buchsteiner und Thoralf Cleven/RND