Banknoten-Parfüm keine Steuergeld-Verschwendung

  • Der Bund der Steuerzahler in Baden-Württemberg hat geprüft, ob ein Parfüm mit Banknoten-Duft ein Fall für das sogenannte Schwarzbuch ist.
  • Nun hat er sich damit abgefunden, dass der Duft im Karlsruher Finanzamt verkauft wird.
  • Der Verein hatte Steuergeldverschwendungen angeprangert.
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Karlsruhe. Der Steuerzahlerbund in Baden-Württemberg hat sich damit abgefunden, dass im neuen Karlsruher Finanzamt Parfüm mit Banknoten-Duft verkauft wird. „Derzeit ist das Parfüm-Projekt am Karlsruher Finanzamt im Rahmen von ‚Kunst am Bau‘ kein Fall für das ‚Schwarzbuch‘ des Bundes der Steuerzahler“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Eike Möller.

In dem sogenannten Schwarzbuch listet der Verein regelmäßig Beispiele auf, bei denen staatliche Behörden aus seiner Sicht Geld verschwenden.

Konzeptkünstlerin Katharina Hohmann hatte mit dem Parfüm „Aerarium“, das nach frisch gedrucktem Geld riechen soll, den „Kunst-am-Bau“-Wettbewerb für den Finanzamtsneubau gewonnen. Die Kreation wird in Flaschen unterschiedlicher Farbe und Form abgefüllt, die eine Art Perlmuttschimmer haben.

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Keine Gewinne durch Banknoten-Parfüm

Die Flakons kosten 60 Euro – den Angaben nach sind das die Herstellungskosten, es entstehe kein Mehrwert. Die Einnahmen sollen in die Produktion einer neuen Charge fließen.

Laut Hohmann sind zwei Drittel der ersten 600 Flakons schon verkauft. Wegen der coronabedingten Schließung des Finanzamts gibt es allerdings Verzögerungen zwischen der Bestellung im Internet und der Abholung im Finanzamt unter Vorlage des Bezahlungsnachweises.

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Nach Angaben des baden-württembergischen Finanzministeriums hatten die Ausgaben für das Kunstwerk 90.000 Euro betragen, die Investition in den Neubau insgesamt rund 27 Millionen Euro. Bei Neu-, Um- und Erweiterungsbauten des Landes kann demnach – „soweit Zweck und Bedeutung der Baumaßnahme dies rechtfertigen“ – bis zu ein Prozent der anrechenbaren Kosten für sogenannte Kunst am Bau veranschlagt werden. Eine Kunstkommission wählt die Kunstwerke aus.

RND/dpa

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