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  • BAMF-Skandal: Staatsanwaltschaft Bremen akzeptiert Scheitern vieler Anklagepunkte

Staatsanwaltschaft Bremen nimmt Scheitern im BAMF-Skandal hin

  • Die Bremer Außenstelle des BAMF war 2018 in den Ruf geraten, etliche unberechtigte Asylbescheide ausgestellt zu haben.
  • Viele Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft jedoch hielten vor dem Bremer Landgericht nicht stand.
  • Die Ermittlungsbehörde will dagegen keine Beschwerde einlegen.
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Bremen. Die Staatsanwaltschaft Bremen nimmt das weitgehende Scheitern ihrer Anklage in dem sogenannten BAMF-Skandal hin. Die Behörde habe die Frist verstreichen lassen und keine Beschwerde gegen die Entscheidung des Landgerichts Bremen zu der Anklageschrift eingelegt.

Das sagte ein Sprecher am Dienstag und bestätigte einen Bericht des „Weser-Kurier“. Das Gericht hat von der 121 Einzeltaten umfassenden Anklage nur wenige Punkte zugelassen.

Die Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Flüchtlingen und Migration (BAMF) war 2018 in den Ruf geraten, massenhaft unberechtigte Asyl- und Aufenthaltsbescheide erteilt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Bremen klagte nach langen und aufwendigen Ermittlungen die ehemalige Leiterin der Außenstelle und zwei Rechtsanwälte an.

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Landgericht Bremen verwarf die meisten Anklagepunkte

Das Landgericht Bremen verwarf nach seiner Prüfung aber die meisten Anklagepunkte, vor allem die Vorwürfe von Verstößen gegen das Ausländerrecht. Verhandelt werden soll auch nur gegen die Ex-Amtsleiterin und einen Anwalt.

Damit gebe es zwei vertretbare Rechtsauffassungen, die sich gegenüber stehen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Anklagebehörde habe aber die Chancen als gering bewertet, sich gegen das Gericht mit ihrer Auffassung durchzusetzen. Deshalb sei keine Beschwerde eingelegt worden.

Die echten oder vermeintlichen Missstände im Bremer Flüchtlingsamt hatten 2018 bundesweit Aufsehen erregt. Mittlerweile laufen Ermittlungen gegen die ehemaligen Ermittler. Sie sollen entlastende Beweise unterschlagen haben, wie ein mutmaßlicher Insider in einem anonymen Brief an das Landgericht berichtet hat.

RND/dpa

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