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Bahrain und Israel sprechen über Rückkehr zu Atomverhandlungen mit Iran

  • Die USA wollen unter Präsident Joe Biden dem Atomabkommen mit dem Iran wieder beitreten.
  • Auch Bahrain und Israel, die gerade erst diplomatischen Beziehungen aufgenommen haben, haben sich nun dazu ausgetauscht.
  • Die Theokratie besteht aber auf der Aufhebung der Sanktionen gegen das Land.
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Dubai. Bahrain und Israel haben über die Rückkehr zu Atomgesprächen mit dem Iran gesprochen. Es sei wichtig, dass Staaten der Region an allen Verhandlungen über das iranische Nuklearprogramm teilnähmen, sagte der bahrainische Kronprinz Salman bin Hamad Al Chalifa nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur BNA in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dabei solle es auch um umfassendere Fragen gehen. Einzelheiten nannte Al Chalifa nicht.

Israel teilte mit, Al Chalifa, der auch Ministerpräsident seines Landes ist, habe seine Einladung an Netanjahu zu einem Besuch in Bahrain wiederholt. Das Königreich habe Interesse am Bau einer gemeinsam mit anderen Staaten finanzierten Fabrik für Corona-Impfstoffe in Israel.

USA wollen Atomabkommen wieder beitreten

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Al Chalifas Anruf war die erste Reaktion eines Golfstaates auf die Ankündigung von US-Präsident Joe Biden, dem Atomabkommen mit dem Iran von 2015 wieder beizutreten. Darin hatte der Iran mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland vereinbart, sein Nuklearprogramm so zu ändern, dass das Land keine Atombomben bauen kann. Im Gegenzug wurden Sanktionen aufgehoben. Israel und die arabischen Golfstaaten blieben außen vor und reagierten äußerst skeptisch.

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Die USA hatten sich unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump 2018 aus dem Vertrag zurückgezogen und neue Sanktionen verhängt. Daraufhin setzte der Iran zentrale Klauseln des Abkommens außer Kraft. Die von Biden angestrebte Rückkehr der USA in den Vertrag erweist sich als schwierig, weil der Iran am Dienstag den Zugang internationaler Inspektoren zu seinem Atomanlagen eingeschränkt hat.

RND/AP

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