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Gewerkschaftsstreit bei der Bahn eskaliert – EVG-Chef Hommel fordert Weselsky-Rücktritt

  • Der Kampf zwischen den beiden konkurrierenden Bahn-Gewerkschaften EVG und GDL tritt in seine entscheidende Phase.
  • Heute will der Konzern bekannt geben, in welchen Betriebsteilen welche Arbeitnehmervertretung die Mehrheit hat.
  • Auch persönlich kracht es zwischen den Gewerkschaftsbossen.
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Berlin. Der Streit zwischen den beiden konkurrierenden Bahn-Gewerkschaften spitzt sich zu. Klaus-Dieter Hommel, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert den Rücktritt seines Konkurrenten Claus Weselsky von der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL).

Hommel sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Ein Gewerkschaftsvorsitzender, der öffentlich Kündigungen fordert, muss zurücktreten. Das hat Claus Weselsky getan.“

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Der GDL-Chef hatte im Interview mit dem „Tagesspiegel“ Kündigungen im Personalbereich der Deutschen Bahn gefordert. Da habe die Bahn „viel zu viele Leute an Bord, die machen vor allem Projekte zur Selbstbeschäftigung, mindestens die Hälfte davon ist verzichtbar“, sagte er. „Das ist schlicht und ergreifend gegen die Interessen der Beschäftigten gerichtet“, konterte Hommel. „Das ist gewerkschaftsfeindlich.“

Seit Monaten streiten EVG und GDL über die Vorherrschaft bei den mehr als 200.000 deutschen Beschäftigten im Konzern Deutsche Bahn (DB). Seit 1. Januar gilt bei der DB das Tarifeinheitsgesetz. Demnach kommen in den einzelnen Betriebsteilen nur die Tarifverträge derjenigen Gewerkschaft infrage, die dort mehr Beschäftigte vertritt. Die EVG hat ihre Mitgliederzahlen bei einem Notar hinterlegt, die GDL hat das nicht getan.

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Am Donnerstag will die DB bekannt geben, in welchen Betriebsteilen die einzelnen Gewerkschaften die Mehrheit haben. Hommel ist zuversichtlich. „Wir stellen in der überwiegenden Anzahl der Betriebe die Mehrheit. Weselsky hat die Weichen in seiner Gewerkschaft falsch gestellt.“

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