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Bahn: Freifahrtschein für Soldaten in Uniform teurer als erwartet

  • Der Bund hatte mit Kosten von 40 Millionen Euro für die kostenlosen Bahnfahrten für Bundeswehr-Soldaten gerechnet.
  • Tatsächlich kostet das Programm nun jedoch fast doppelt so viel.
  • Die Mittel im Bundeshaushalt sollen deshalb aufgestockt werden.
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Berlin. Die kostenlosen Bahnfahrten für Soldaten in Uniform werden für den Bund fast doppelt so teuer wie erwartet. Im Bundeshaushalt 2021 sollen die dafür vorgesehenen Mittel um 30 Millionen Euro aufgestockt werden, wie der Unionsberichterstatter Reinhard Brandl (CSU) am Freitag nach der Bereinigungssitzung des Haushaltsauschusses mitteilte. Das Verteidigungsministerium hatte in seinem Etatentwurf ursprünglich 40 Millionen Euro eingeplant.

Das Angebot werde von Soldatinnen und Soldaten viel stärker genutzt als erwartet, erklärte Brandl. Er wertete dies als Erfolg. Seit Januar dürfen Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten kostenfrei Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn nutzen, wenn sie bei der Fahrt ihre Uniform tragen. Seit Oktober ist dies auch in vielen Regionalzügen möglich, weitere sollen am 13. Dezember hinzukommen.

Im Zug müssen die Soldaten einen Truppenausweis sowie ein Ticket bei sich tragen, das sie mit Zugbindung über ein eigenes Portal auf der Internetseite der Bahn buchen können. Das Verteidigungsministerium rechnete auf Grundlage einer Erhebung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn mit 650.000 Bahnfahrten von Militärangehörigen in diesem, 600.000 Fahrten für das kommende Jahr.

RND/epd

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