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  • Baerbock will CDU in der Opposition - und mit SPD ein Zweierbündnis

„Steht für Stillstand“: Baerbock will CDU in der Opposition

  • Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat sich im „Handelsblatt“ deutlich gegen eine Koalition mit der Union ausgesprochen.
  • Diese würde für „Stillstand“ stehen, speziell bei der Transformation des Industriestandortes Deutschland.
  • Baerbock hofft dagegen auf ein Zweierbündnis mit der SPD.
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Hannover/Berlin. Eine Woche vor der Bundestagswahl hat sich Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock deutlich gegen eine schwarz-grüne Koalition ausgesprochen. „Ich hielte es für richtig, wenn die Union in die Opposition ginge“, sagte sie im Interview mit dem „Handelsblatt“. Nach 16 Jahren CDU und CSU an der Spitze sei es Zeit für eine Erneuerung in Deutschland. „Die Union steht für Stillstand in unserem Land und ist ohne Führung und Planung.“

Speziell in zukunftweisenden Bereichen des deutschen Industrie­standortes habe die Union viel versäumt, klagt Baerbock an: „Wir haben gerade erst erlebt, dass im Zweifel die deutsche Automobilindustrie stillsteht, wenn sie bei Halbleitern komplett abhängig ist von amerikanischen oder asiatischen Herstellern. Das muss sich radikal ändern.“

Baerbock will mit SPD regieren

Baerbock sieht ihre Partei dafür gut vorbereitet – vor allem als stärkste Kraft. Im Wahlkampf sei deutlich geworden, „dass ein echter Aufbruch nur mit einer grün geführten Regierung möglich ist“. Neben der Modernisierung des Industrie­standortes Deutschland sei dies vor allem bei den Themen Klimaschutz und Bildung deutlich geworden.

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Laut aktuellen Wahlumfragen kommt den Grünen wahrscheinlich aber eher eine Co-Rolle bei der Regierungs­bildung zu. Doch auch da hat Baerbock bereits klare Vorstellungen: „Am liebsten würde ich gemeinsam mit der SPD regieren“, so die Grünen-Spitzen­kandidatin, die hofft: „Vielleicht reicht es am Ende sogar für ein Zweierbündnis zwischen Grün und Rot.“ Die Opposition sei keine Option, denn es sei klar: „Eine künftige Bundesregierung ohne die Grünen in einer führenden Rolle ist wie Klima ohne Schutz.“

RND/jst

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