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Baerbock über Fehler im Wahlkampf: „Nicht alles richtig gemacht“

  • Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat sich kritisch zu ihrem eignen Bundestagswahlkampf geäußert.
  • Sie habe nicht alles richtig gemacht und das schmerze sie sehr, sagte Baerbock.
  • Gleichzeitig versprach die Spitzenkandidatin, dass sie sich für geschlechtergerechte Sprache in Gesetzen einsetzen wolle.
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Berlin. Sehr selbstkritisch hat sich Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu ihrem Bundestagswahlkampf geäußert. Manches habe in den vergangenen Wochen gelitten, weil sie nicht alles richtig gemacht habe. „Das schmerzt mich sehr“, sagte Baerbock.

Das sagte die Parteivorsitzende der Grünen dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntag). „Es gibt gute Tage und Tage, an denen man denkt, Mensch, hätte besser laufen können. Ich bin da kurz in einen Schützengraben gerutscht.“ Die Ereignisse ließen sie nicht kalt, aber sie wolle sich auch nicht aus Angst vor Fehlern verstecken, sagte die Kanzlerkandidatin. „Wir sind keine Roboter. Ich mache Politik als Mensch, aus der Lebenswirklichkeit der Menschen heraus. Und dabei möchte ich bleiben.“

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Annalena Baerbock war wegen Plagiatvorwürfen in die Kritik geraten. Zudem gab es Ungenauigkeiten in ihrem Lebenslauf und zu spät gemeldete Nebeneinkünfte.

Baerbock will gendergerechte Sprache in Gesetzen

Gleichzeitig machte Baerbock deutlich, dass sie bei einem Wahlerfolg auf geschlechtergerechte Sprache in Gesetzestexten achten will. „Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen - und nicht nur mit zu meinen.“ Sprache könne auch ausgrenzen. Darauf müsse die Gesellschaft achten.

Sprache verändert sich - heute reden wir zum Beispiel eher von ‘Ärztinnen und Ärzten’ und nicht nur von ‘Ärzten’, weil sonst im Kopf nur das Bild eines Mannes auftaucht“, sagte die Bundestagsabgeordnete.

„So ist es auch in vielen anderen Bereichen. Wenn ich weiß, dass bestimmte Begriffe einzelne Personen oder Gruppen verletzen, dann sollte man versuchen, die Dinge anders auszudrücken, aus Respekt.“

RND/dpa

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