Baerbock läutet Bundestagswahlkampf in Brandenburg ein

  • Noch zwei Monate sind es bis zur Bundestagswahl - Zeit für Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock, den Wahlkampf in Brandenburg zu beginnen.
  • In der Landeshauptstadt erwartet sie ein direktes Duell mit SPD-Kanzlerkandidat Scholz.
  • Und auch die Kritik der vergangenen Wochen muss Baerbock noch abschütteln.
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Michendorf. Zwei Wochen vor dem Start der bundesweiten Kampagne hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in Michendorf (Potsdam-Mittelmark) den Bundestagswahlkampf in Brandenburg eröffnet.

Sie enthüllte ein Großflächenplakat mit der Botschaft „Unser Land kann viel, wenn man es lässt“, das Baerbock mit ihrem Co-Bundesvosritzenden Robert Habeck zeigt. Zusammen mit dem Slogan „Bereit, wenn ihr es seid“ soll das Motiv knapp 500 mal in der Mark plakatiert werden.

Das Ziel sei, in Brandenburg landesweit ein zweistelliges Ergebnis und mindestens drei Mandate im Bundestag zu holen, sagte die Landesvorsitzende Julia Schmidt. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten die Brandenburger Grünen 5,0 Prozent erreicht und konnten nur Baerbock in den Bundestag schicken.

Die 40-Jährige tritt dieses Mal auch als Direktkandidatin im Wahlkreis 61 (Potsdam und Umgebung) unter anderem gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz an. „Wir haben hier die Möglichkeit, im Wahlkreis 61 zum ersten Mal in unserer Geschichte ein Direktmandat in Ostdeutschland in einem Flächenland zu gewinnen“, betonte Baerbock.

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Als oberstes Ziel ihrer Kampagne nannte sie den Kampf gegen den Klimawandel. „Die Klimakrise ist nichts Abstraktes, sondern die Klimakrise findet auch bei uns direkt statt“, sagte die Grünen-Politikerin. Sie verwies dabei auch auf verheerende Waldbrände in Brandenburg in den vergangenen Jahren. Als weitere Ziele nannte Baerbock Investitionen in Schulen und Kitas und in die Infrastruktur, etwa in den Öffentlichen Nahverkehr und in die Internetversorgung.

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Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen schloss Baerbock Einschränkungen für Ungeimpfte nicht aus. Das Wichtigste sei zunächst, jedem Menschen ein Impfangebot zu machen. „Und dann im nächsten Schritt, wenn das geleistet worden ist, darüber zu sprechen, dass in manchen Bereichen eben Leute, die geimpft sind, Dinge tun können und andere nicht“, erklärte Baerbock.

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Baerbock entschuldigt sich für „N-Wort“ in Interview
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Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat sich dafür entschuldigt, in einem Interview das „N-Wort“ benutzt zu haben.  © dpa

Baerbock steht in der Kritik, weil sich in ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zudem hatte sie Sonderzahlungen der Partei verspätet an den Bundestag gemeldet. Auch mussten Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigiert werden.

„Ja, ich habe Fehler gemacht und das Wichtige ist für mich, daraus zu lernen und es in Zukunft gemeinsam besser zu machen“, sagte Baerbock dazu am Montag.

RND/dpa

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