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Reise der Außenministerin

Greenpeace: Baerbock hat in Palau Zeitenwende in der Klimapolitik eingeläutet

Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch im Inselsaat Palau. Hier spricht sie mit einem Fischer, dessen Haus vom steigenden Meeresspiegel betroffen ist. Links Tourismusminister Tmetuchl Ngiraibelas Melekeok.

Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch im Inselsaat Palau. Hier spricht sie mit einem Fischer, dessen Haus vom steigenden Meeresspiegel betroffen ist. Links Tourismusminister Tmetuchl Ngiraibelas Melekeok.

Berlin. Die Umweltschutz­organisation Greenpeace hat die Bundesregierung aufgefordert, Konsequenzen aus der Feststellung von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zu ziehen, wonach die Klimakrise das größte aktuelle Sicherheitsproblem sei.

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Baerbock habe mit dieser Einordnung in einer Rede in dem Inselstaat Palau „eine begrüßenswerte Wende in der deutschen Klimaaußenpolitik eingeläutet“, sagte der Vorstand von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „Die Klimakrise wird von ihr als sicherheitspolitisches Thema verortet, entsprechend will Deutschland nun eine Lösung für von Wetterextremen geschädigten oder vertriebenen Menschen vorantreiben.“

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Die Bundesregierung müsse nun aktiv werden. Für Verkehrs- und Bauministerinnen und ‑minister „sollten die Konsequenzen aus dieser Rede Sofortmaßnahmen sein, um Deutschlands Beitrag zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels gewährleisten zu können“.

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Greenpeace: 9-Euro-Ticket sollte 365-Euro-Ticket folgen

Nötig sei unter anderem ein Verbot von Neuzulassungen für Pkw mit Verbrennungsmotor in Deutschland schon ab dem Jahr 2025 und bundesweite Mindeststandards für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), damit dieser flächendeckend eine praktikable Alternative zum Auto werde.

Kurzfristig müssten dafür bereits die Preise für Bus und Bahn insbesondere für Familien mit Kindern sinken. „Dies kann geschehen durch die Anhebung der Altersgrenze für die Kostenfreiheit bei Kindern, mindestens aber deutlich günstigere und einheitliche Tickets für Kinder und Jugendliche sowie die Schaffung von günstigeren Familientickets.“ Nötig seien auch günstige Sozialtickets und kostenlose Tickets für Kinder und Jugendliche im Nahverkehr. Dem auf drei Monate angelegten 9‑Euro-Ticket solle ein bundesweites 365-Euro-Ticket für das ganze Jahr folgen.

Kaiser hat Baerbock auf ihrer Reise in den Inselstaat Palau begleitet. Die frühere Chefin von Greenpeace International, Jennifer Morgan, ist seit wenigen Monaten Baerbocks neue Staatssekretärin für den Bereich der Klimaaußenpolitik.

 

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