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Baden-Württemberg: Alice Weidel zur neuen AfD-Landeschefin gewählt

  • Die AfD in Baden-Württemberg hat eine neue Chefin.
  • Alice Weidel wurde mit 54 Prozent der Stimmen gewählt.
  • Reicht das, um die tiefen Gräben innerhalb des Landesverbandes zu überwinden?
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Böblingen. Alice Weidel hat sich durchgesetzt - und das denkbar knapp. 54 Prozent der Mitglieder des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg haben die Bundestagsabgeordnete am Samstag auf einem Sonderparteitag in Böblingen zur neuen Chefin gewählt. 547 der anwesenden AfD-Mitglieder stimmten für Weidel, 419 (41,36 Prozent) für ihren Kontrahenten, den bisherigen Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dirk Spaniel.

Der alte Vorstand war kurz vor dem Parteitag geschlossen zurückgetreten. Mehrere Kreisverbände hatten auf den Sonderparteitag gedrängt, um ein neues Gremium zu wählen und die Führungskrise zu lösen. Der Landesvorstand war zuvor ein Jahr lang geführt worden von einer Doppelspitze aus Spaniel und Fraktionschef Bernd Gögel. Zwischen den beiden Männern tobte ein lähmender Machtkampf.

Gögel hatte angekündigt, nicht erneut kandidieren zu wollen. Weidel wollte mit dem Bundestagsabgeordneten Martin Hess eigentlich eine Doppelspitze bilden, um den Landesverband nach eigener Aussage wieder handlungsfähig zu machen. "Die Zeit der innerparteilichen Grabenkämpfe muss vorbei sein", hatte sie vor wenigen Tagen gesagt. Die Mitglieder entschieden aber am Samstag vor der Wahl Weidels, dass es künftig keine Doppelspitze mehr geben soll, sondern nur noch eine Person an der Spitze des Landesverbands.

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Gegen das zweitägige Treffen der Rechtspopulisten demonstrierten zum Auftakt am Samstag mehrere Hundert Menschen vor der Böblinger Kongresshalle.

RND/dpa/ka