Autopsie: George Floyd hatte Coronavirus

  • Der in Polizeigewahrsam ums Leben gekommene Afroamerikaner George Floyd war mit dem Coronavirus infiziert.
  • Das geht aus dem Autopsiebericht der Gerichtsmedizin hervor. Symptome soll der Mann aber nicht gezeigt haben.
  • George Floyd war Opfer eines brutalen Polizeieinsatzes geworden.
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Minneapolis. Der in Polizeigewalt ums Leben gekommen Afroamerikaner George Floyd hat sich Wochen vor seinem Tod mit dem Coronavirus infiziert. Floyd sei am am 3. April positiv auf das Sars-CoV-2 getestet worden, zeigte augenscheinlich aber keine Symptome, schrieb der Chef der Gerichtsmedizin des Bezirks Hennepin, Andrew Baker.

Floyds Lungen schienen demnach gesund zu sein, allerdings wiesen Arterien in seinem Herzen Verengungen auf.

Floyd erlitt außerdem während der Festnahme einen Herzinfarkt, wie aus dem 20-seitigen Bericht hervorgeht, den die Gerichtsmedizin mit Erlaubnis der Familie veröffentlichte. Die Gerichtsmediziner gingen von einem Tötungsdelikt aus.

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Ein früherer, gekürzter Bericht beschrieb eine Vergiftung mit dem Opioid Fentanyl, einem Schmerzmittel. Auch hatte Floyd kürzlich Methamphetamin, auch Crystal Meth genannt, konsumiert. Beides wurde unter “weitere bedeutsame Konditionen”, nicht aber unter “Todesursache” aufgelistet. In den Fußnoten des umfassenden Berichts wurden als Zeichen einer Fentanyl-Vergiftung “schwere Atemdepression” und Krampfanfall aufgelistet.

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Ein Polizist in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Hals des am Boden liegenden Floyds gedrückt. Der 46-Jährige war festgenommen worden, weil er verdächtigt wurde, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben.

RND/AP/dpa

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