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Australiens Katastrophe: 3000 Reservisten sollen Brände bekämpfen

  • Australiens Premier Scott Morrison mobilisiert 3000 Reservisten der Streitkräfte, um die verheerenden Brände zu bekämpfen.
  • Auch Löschflugzeuge werden beschafft.
  • Die Feuerkatastrophe könnte sich am Wochenende noch ausweiten.
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Canberra. Im Kampf gegen die verheerenden Brände in Australien will Premierminister Scott Morrison 3000 Reservisten der Streitkräfte mobilisieren. Zudem würden 20 Millionen australische Dollar (rund 12,45 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt, um zusätzlich vier Löschflugzeuge zu leasen, kündigte Morrison am Samstag in Canberra an. Verteidigungsministerin Linda Reynolds sagte, erstmals in der Geschichte des Landes gebe es einen Pflichteinsatz für Reservisten.

Premierminister Morrison gilt als Kohleförderer. Er sieht die Brände als Naturkatastrophe und lehnt es ab, seine Klimapolitik ihretwegen zu ändern. Er wurde dafür kritisiert, dass er während der Krise nach Hawaii flog; er brach seinen Urlaub daraufhin ab. Bei einem Besuch in Cobargo im Feuergebiet war Morrison am Donnerstag beschimpft worden.

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Buschbrände in Australien – nun hat sich die Lage zugespitzt
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Schon seit Oktober wüten Buschbrände in Australien – nun hat sich die Lage zugespitzt.  © dpa
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Derweil starben auf der Känguru-Insel, einem beliebten Urlaubsziel im Bundesstaat South Australia, zwei Menschen durch die Brände, wie die Behörden bekannt gaben. Damit erhöhte sich die Zahl der durch die Feuer landesweit ums Leben gekommenen Menschen auf mindestens 21.

Wegen der Buschfeuer wurden Tausende Menschen aus mehr als zwei Dutzend Küstenstädten im Südosten des Landes in Sicherheit gebracht. Den Behörden zufolge war dies die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte Australiens in Friedenszeiten.

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Urlauber in Australien sollen Brandgebiete binnen 48 Stunden verlassen
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Tausende Urlauber in Australien sind von den Behörden angewiesen worden, von den Buschbränden bedrohte Gebiete im Südosten des Landes bis Samstag zu verlassen.  © AFP

Die Buschfeuer auf dem Kontinent wüten bereits seit Oktober. Mehr als fünf Millionen Hektar Land sind abgebrannt, das entspricht ungefähr der anderthalbfachen Fläche Belgiens. Samstag könnte sich die Lage bei Temperaturen von bis zu 46 Grad weiter zuspitzen. Blitze könnten neue Feuer entfachen.

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RND/dpa