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Außenminister Maas will mehr Dialog zwischen Deutschland und Russland

  • Das politische Verhältnis zwischen Deutschland und Russland ist äußerst angespannt.
  • Gleichzeitig bestehen mehr als 100 Partnerschaften zwischen Städten beider Länder.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas möchte in Zukunft den Austausch intensivieren.
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Kaluga. Ungeachtet der Spannungen zwischen Deutschland und Russland wollen Lokalpolitiker aus beiden Ländern an den bestehenden Städtepartnerschaften festhalten. Bei einer dreitägigen Konferenz in Kaluga südwestlich von Moskau gehe es darum, Verbindungen zu festigen und auszubauen, teilte das Deutsch-Russische Forum als Veranstalter am Montag mit.

Dessen Vorsitzender, Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), sagte: „Heute ist der Dialog zwischen unseren Zivilgesellschaften wichtiger denn je, weil er die Brücken baut, die auch in schwierigen Zeiten tragen.“

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Maas meldet sich per Videobotschaft

Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte in einer Videobotschaft: „Aus meiner Sicht ist die Antwort auf die Turbulenzen in unseren Beziehungen nicht weniger, sondern mehr Dialog zwischen Deutschland und Russland.“ Das bedeute, offenen Austausch zuzulassen, gerade zwischen den Zivilgesellschaften. Maas zufolge gibt es mehr als 100 Partnerschaften zwischen Städten in Deutschland und Russland.

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau sind wegen verschiedener Konflikte auf einem Tiefpunkt. Russland sieht sich zu Unrecht in die Verantwortung genommen für den Anschlag auf den Kremlgegner Alexej Nawalny, den Mord an einem Georgier in Berlin und den Hackerangriff auf den Bundestag 2015. In Deutschland sorgte zuletzt das Verbot von drei Nichtregierungsorganisationen in Russland für heftige Kritik.

Platzeck nannte das russische Vorgehen einen „Ausdruck einer Vertrauenskrise in den Beziehungen“. Mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg mahnte er: „Wir tragen eine besondere Verantwortung dafür, dass unsere Völker sich nicht wieder entfremden.“

Erst vor wenigen Tagen wurde an den Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion vor 80 Jahren erinnert. Wegen der Corona-Pandemie besteht auch die Möglichkeit, die Konferenz online zu verfolgen.

RND/dpa

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