Auslandseinsätze: Heimflüge der Soldaten sind pünktlicher

  • Weniger Warten auf den Heimflug: Bundeswehr-Soldaten kamen 2019 pünktlicher von ihren Auslandseinsätzen zurück als in den Vorjahren.
  • Verspätet war nach RND-Informationen nicht mehr jeder vierte oder fünfte Heimflug, sondern nur noch jeder zehnte.
  • Die Grünen fordern eine weitere Verbesserung der Quote.
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Berlin. Bundeswehr-Soldaten sind im vergangenen Jahr pünktlicher aus ihren Auslandseinsätzen zurückgekehrt als in den Jahren zuvor. 2019 habe es bei 17 von 170 Rückverlegungen – und damit bei jedem zehnten der Truppentransporte - eine Verspätung von mehr als 24 Stunden gegeben, heißt es in einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

2018 war jeder fünfte Heimtransport aus Auslandseinsätzen grob unpünktlich, nämlich 28 von 136 Flügen. 2017 verspäteten sich 98 von 382 Flügen und damit jede vierte Rückverlegung.

Als Gründe für die Verspätungen nennt das Ministerium technische Schwierigkeiten und Wetterbedingungen. Länger auf die Heimreise warten müssten Soldaten auch, wenn Länder die Genehmigung für Überflüge von Soldaten-Rücktransporten verweigerte. Es könne auch vorkommen, dass die Flüge in Flugzeugen anderer Nationen erfolgten und diese zu spät bereit gestellt würden.

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Belastung und Enttäuschung

Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Agnieszka Brugger sagte dem RND, es sei gut, dass sich die Pünktlichkeit verbessert habe. Der Verteidigungsausschuss habe jahrelang darauf gedrängt, dass Heimflüge von Soldaten verlässlicher würden und es zu weniger Wartezeiten komme.

„Bei bei den Betroffenen und ihren Familien führen diese zu riesigen Enttäuschungen und praktischen Problemen“, sagte Brugger. Allerdings sei auch eine Verspätung bei jedem zehnten Heimflug „nicht wirklich zufriedenstellend“, ergänzte sie. „Die Verteidigungsministerin muss weiter daran arbeiten, dass die Quote noch besser wird.“

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte im Dezember nach einem Truppenbesuch in Afghanistan 97 Soldaten in ihrem Regierungsflieger mit nach Deutschland genommen. Im Oktober war ein Heimflug von Soldaten aus Mali wegen eines Besuchs der Ministerin verschoben worden. Kramp-Karrenbauer hatte sich darüber verärgert gezeigt.

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Auslandseinsätze dauern bei der Bundeswehr meist mehrere Monate. Vier Monate sind eine Standardzeit.