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Ausgangssperren wegen Corona: Duterte droht mit Erschießungen

  • Mitte März wurde die philippinische Hauptinsel Luzon für zunächst einen Monat wegen des Coronavirus abgeriegelt.
  • Präsident Duterte warnt nun mit drastischen Worten vor einem Brechen der Ausgangsbeschränkungen.
  • Er spricht dabei auch von Erschießungen.
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Manila. Mit drastischen Worten hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte während der wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen "Ordnung" eingefordert.

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“Meine Anweisungen an die Polizei und das Militär, wenn jemand Ärger macht und ihre Leben in Gefahr sind: Erschießt sie”, sagte der Staatschef in einer am Mittwochabend ausgestrahlten Fernsehansprache. “Lasst dies eine Warnung an alle sein - folgt der Regierung jetzt, denn es ist entscheidend, dass wir Ordnung haben.”

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Mitte März wurde die Hauptinsel Luzon, auf der mehr als die Hälfte der über 100 Millionen Einwohner des Landes leben, zunächst für einen Monat abgeriegelt. Schulen, öffentlicher Verkehr und die Arbeit in den Büros fallen seither aus.

Festnahmen bei Protesten in einem Slum

Vor Dutertes Ansprache waren nach Polizeiangaben rund 20 Menschen bei Protesten in einem Slum in Quezon City auf Luzon nordöstlich der Hauptstadt Manila festgenommen worden. Bewohner des Slums kritisierten, sie hätten seit Verhängung der Ausgangsbeschränkungen vor mehr als zwei Wochen keine Lebensmittelpakete und andere Hilfsgüter erhalten.

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Quezon City ist mit rund drei Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des südostasiatischen Landes. In dem Inselstaat haben die Gesundheitsbehörden bislang 2311 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen sowie 96 Tote gemeldet.

RND/dpa

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