Lernen aus Corona: Spahn will Krankenhaussystem verbessern

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will das Krankenhaus-Angebot besser vernetzen und planen.
  • So solle zum Beispiel verhindert werden, dass komplexe Operationen nur ganz selten in einem Krankenhaus durchgeführt werden.
  • „Da geht es nicht um Geld, da geht es um Qualität“, so Spahn.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich als Lehre aus der Corona-Pandemie für eine stärkere Vernetzung und Planung des Krankenhaus-Angebots in Deutschland ausgesprochen. „Nicht jeder muss alles machen - weder in der Stadt, noch in der Fläche“, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin bei einer Veranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Vor Ort müsse eine Grundversorgung verfügbar sein und auch besser finanziert werden. Zugleich seien Kapazitäten für komplexere, planbare Eingriffe für bessere Qualität zusammenzuführen. Dies müsse nicht immer in Städten sein, es gebe auch viele gute Angebote in ländlichen Regionen.

Spahn sagte, er wolle aus Sicht der Patientensicherheit nicht, dass bestimmte komplexe Operationen in manchem Krankenhaus nur acht Mal im Jahr stattfinden. „Da geht es nicht um Geld, da geht es um Qualität.“ Manche Patienten würden dann auch bereit sein, einmal 20 Kilometer weiter zu fahren, wenn dies die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöhe.

Generell gebe es bei den Krankenhäusern in Deutschland an zu wenigen Stellen eine bedarfsgerechte Versorgung, sagte Spahn. „Wir haben Überversorgung vor allem im Ballungsraum, und wir haben auch manche Unterversorgung.“ Es stimme, dass man auch Polizei und Feuerwehr als Teil der Daseinsvorsorge nicht nach Einsätzen bezahle. „Aber ich habe noch selten eine Feuerwehrwache direkt neben der anderen gesehen.“

RND/dpa

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