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Auftritt bei Fox News: Trump empfiehlt Corona-Impfung und warnt vor Migranten an US-Südgrenze

  • Er möchte weiter gehört werden - und sein Haussender Fox News hilft ihm dabei.
  • In einem Interview mit dem konservativen Nachrichtensender empfiehlt Donald Trump eine Impfung gegen Corona. Gerüchte, er selbst sei kurz vor Ende seiner Amtszeit geimpft worden, verneinte er nicht.
  • Einen Angriff auf seinen Nachfolger Biden startete Trump mit Blick auf die US-Südgrenze.
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Washington. Der frühere US-Präsident Donald Trump hat den Menschen in den USA empfohlen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die Impfungen seien „sicher“, „großartig“ und „unglaublich“ wirksam, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) dem konservativen Sender Fox News. Auf die Frage der Moderatorin, ob er den Zuschauern eine Impfung nahelegen würde, sagte der Republikaner: „Ich würde es vielen Menschen empfehlen, die sie nicht wollen - und viele der Menschen haben für mich gestimmt, wirklich.“

Umfragen zufolge betrachten in den USA vor allem viele Republikaner die Corona-Impfung mit Skepsis. Die Impfungen „retten wirklich unser Land, und retten ehrlich gesagt die Welt“, sagte Trump in dem telefonischen Interview. Der 74-Jährige, der nach einer Corona-Infektion im vergangenen Jahr selbst an Covid-19 erkrankt war, hatte sich vor dem Ende seiner Amtszeit im Januar noch impfen lassen, wie US-Medien berichteten. Trump bestritt dies in dem Gespräch nicht.

Trump ließ dabei jedoch auch eine Hintertür offen für jene, die sich nicht impfen lassen wollen. „Wir haben unsere Freiheiten und müssen uns daran halten, und das sehe ich auch so. Aber es ist eine großartige Impfung, es ist eine sichere Impfung“, sagte Trump.

Vergangene Woche hatten frühere US-Präsidenten aus beiden Parteien - die Demokraten Barack Obama, Bill Clinton, Jimmy Carter und der Republikaner George W. Bush - gemeinsam in einer Werbekampagne zu Corona-Impfungen aufgerufen. „Diese Impfung bedeutet Hoffnung. Sie wird Sie und die, die Sie lieben, vor dieser gefährlichen und tödlichen Krankheit schützen“, sagt Obama in einem der Videoclips. Trump war der einzige lebende Ex-Präsident, der nicht teilnahm.

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Insgesamt wurden nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC bislang rund 111 Millionen Dosen Corona-Impfstoff verabreicht. Mehr als 72 Millionen Menschen erhielten demnach mindestens bereits die erste Dosis, rund 39 Millionen gelten bereits als voll geimpft.

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Eskalierender Krise an der US-Südgrenze

Angesichts der Politik seines Nachfolgers Joe Biden hat Trump bei Fox News vor einer Krise beispiellosen Ausmaßes an der Südgrenze zu Mexiko gewarnt. „Hunderttausende“ Migranten machten sich auf den Weg in die USA. „Sie zerstören unser Land“, sagte Trump mit Blick auf die Regierung seines Nachfolgers. Derzeit würden Rekordzahlen illegaler Grenzübertritte vermeldet, aber es werde bald noch „viel, viel schlimmer“, sagte Trump. Die Zahlen würden auf ein Niveau ansteigen, „das es noch nie zuvor gab“, warnte Trump weiter.

Der Republikaner hatte eine harte Abschottung der Südgrenze zu einer seiner Prioritäten gemacht. Die Regierung des Demokraten Biden hat diese Politik bereits zum Teil zurückgedreht. Seither ist die Zahl der ankommenden Migranten und Flüchtlinge deutlich gestiegen, darunter sind auch viele unbegleitete Minderjährige.

Biden appellierte in einem Interview am Dienstag an die Migranten: „Kommt nicht“. (...). „Verlasst Eure Stadt oder Gemeinschaft nicht.“ Biden sagte dem Sender ABC, an der Südgrenze gebe es seit Jahren Probleme. Die Migranten kämen nicht wegen ihm, betonte er.

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Bidens Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas hatte erst am Dienstag erklärt, dass die Regierung weiter deutlich steigende Zahlen erwarte. Sie könnten ein größeres Ausmaß erreichen, als in den vergangenen 20 Jahren, hieß es. Die meisten alleinstehenden Erwachsenen und Familien würden wieder ausgewiesen, unbegleitete Kinder aber nicht.

RND/dpa

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