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Kritik zu Afghanistan-Evakuierung: Auch niederländische Verteidigungsministerin tritt zurück

  • Wegen der problematischen Evakuierung afghanischer Mitarbeiter ist nun auch die niederländische Verteidigungsministerin Ank Bijleveld zurückgetreten.
  • Zuvor hatte Außenministerin Sigrid Kaag ihr Amt abgegeben.
  • Gegen beide Politikerinnen hatte das Parlament zwei Missbilligungsanträge angenommen.
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Den Haag. Nach der niederländischen Außenministerin ist nun auch die Verteidigungsministerin des Landes im Zusammenhang mit der problematischen Afghanistan-Evakuierung zurückgetreten. Die christdemokratische Ministerin Ank Bijleveld zog am Freitag die Konsequenzen, nachdem sie zuvor harte Kritik des Parlaments einstecken musste.

Bereits am Vorabend war die linksliberale Außenministerin Sigrid Kaag zurückgetreten, auch ihr hatte das Parlament die Probleme bei der Evakuierung afghanischer Mitarbeiter aus Kabul angelastet.

Missbilligungsanträge gegen beide Ministerinnen

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Nach einer heftigen Debatte über den Einsatz hatte das Parlament zwei Missbilligungsanträge angenommen. Die Außenministerin war daraufhin sofort zurückgetreten. Dass die Verteidigungsministerin nicht ebenfalls direkt zurücktrat, wurde von ihrer eigenen Partei kritisiert.

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Die niederländische Regierung ist derzeit nur geschäftsführend im Amt, da sechs Monate nach der Wahl noch keine Koalition gebildet werden konnte. Außenhandelsminister Tom de Bruijn wird vorläufig auch Außenminister des Landes.

RND/dpa

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