Auch die Schweiz erklärt Notstand wegen Coronavirus

  • Die Schweizer Regierung hat am Montag den Notstand wegen der Ausbreitung des Coronavirus erklärt.
  • Ab Mitternacht müssten alle Geschäfte und Lokale geschlossen werden, teilte die Regierung mit.
  • Nur Geschäfte mit Angeboten für den täglichen Gebrauch sollen offen bleiben, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe und Banken.
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Bern. Auch in der Schweiz wird das öffentliche Leben wegen der Coronavirus-Pandemie wie in Italien, Spanien und anderen Ländern auf Sparflamme zurückgefahren. Ab Mitternacht bleiben fast alle Geschäfte und alle Lokale geschlossen, wie Präsidentin Simonetta Sommaruga am Montag in Bern mitteilte. Nur Geschäfte mit Angeboten für den täglichen Gebrauch sollen offen bleiben, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe und Banken. "Jetzt muss ein Ruck durch unser Land gehen", sagte Sommaruga. Vorher hatten bereits mehrere Kantone diesen Schritt vorweggenommen. Von einer Ausgehsperre sprach die Präsidentin nicht. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 19. April.

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Sie appellierte an die Bevölkerung, die Maßnahmen - etwa das Abstandhalten - ernst zu nehmen. "Wir lassen euch nicht allein, wir kümmern uns um euch", sagte sie. Die Maßnahmen seien nötig, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Sonst könnten mit der wachsenden Zahl der Coronavirusfällen die anderen Kranken nicht mehr wie nötig betreut und gepflegt werden.

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Die bereits zur Verfügung gestellten zehn Milliarden Franken (9,5 Milliarden Euro) seien eine Soforthilfe. Die Regierung wisse, dass mehr Geld nötig sei. Die Präsidentin appellierte an die Banken, Liquidität für kleinere und mittelständische Unternehmen bereitzustellen, damit sie über die Runden kommen.

“Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten ist sichergestellt”

Die Schweiz hatte die Schulen bereits geschlossen und die Menschen so weit wie möglich aufgerufen, von zu Hause zu arbeiten. Die Schließungen betreffen auch Kinos, Konzertsäle, Fitnesscenter, Friseurläden und Diskotheken.

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Gesundheitsminister Alain Berset appellierte an die Menschen, keine Waren zu horten. “Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten ist sichergestellt”, sagte er. “Es ist nicht nötig, Vorräte anzulegen. Das Leben geht weiter, langsamer und auf engerem Raum, aber es geht weiter.”

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RND/dpa

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