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Antisemitische Posts: Polizei prüft Äußerungen von Attila Hildmann

Attila Hildmann bei einer Demo vor dem Berliner Reichstagsgebäude.

Berlin. Die Staatsschutzabteilung der Polizei Brandenburg prüft Äußerungen des Vegan-Unternehmer und Verschwörungsideologen Attila Hildmann. Der hatte in der Messenger-App Telegram zuletzt unter anderem Adolf Hitler verteidigt und geschrieben, dieser sei “ein Segen für Deutschland” im Vergleich zu Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Daneben verbreitete Hildmann auf seinem Telegram-Kanal zum wiederholten Mal antisemitische Verschwörungserzählungen. Die Polizei Brandenburg erklärte am Freitagmorgen, es hätten sie “viele Hinweise im Zusammenhang mit Attila Hildmann” erreicht, der Staatsschutz habe die Prüfung übernommen.

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Dem Unternehmer und Kochbuchautoren folgen auf Telegram mehr als 63.000 Menschen. In der Corona-Krise hatte Hildmann begonnen, immer mehr und immer radikalere Verschwörungserzählungen zu verbreiten.

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Im Mai warnte er etwa vor der angeblich drohenden Einführung einer Diktatur in Deutschland – die offenkundig nicht eingetreten ist. In Berlin organisierte Hildmann mehrere Demonstrationen, im Internet nutzt er vor allem Telegram, um Verschwörungserzählungen und Angriffe auf Politiker, Prominente und Journalisten zu verbreiten.

Antisemitische Propaganda

Allein in den vergangenen Tagen behauptete Hildmann dort unter anderem, jüdische Familien hätten den Holocaust finanziert und Hitler habe Deutschland lediglich gegen “Zionisten” verteidigen wollen. Wie der Berliner “Tagesspiegel” berichtet, wurde in einer Telegram-Gruppe, in der Attila Hildmann und fast 10.000 seiner Anhänger miteinander diskutieren, auch die antisemitische Propagandaschrift “Protokolle der Weisen von Zion” verbreitet.

Hildmann war durch seine veganen Kochbücher und eine Vielzahl von Fernsehauftritten bekannt geworden. Schon vor der Corona-Pandemie fiel er unter anderem dadurch auf, dass er 2017 eine Journalistin beschimpfte, die eines seiner Restaurants kritisch bewertete.

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Noch vor einigen Wochen bemühte Hildmann sich zumindest, eine Nähe zum Nationalsozialismus zu bestreiten. In seinem Kanal in der Messenger-App Telegram ist seitdem jedoch eine fortwährende Radikalisierung des Unternehmers zu beobachten. Mehrere Supermärkte haben wegen Hildmanns Äußerungen von ihm vertriebene vegane Produkte aus dem Sortiment genommen.

RND/feh

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